Einbürgerung als Zeichen der Zugehörigkeit

Zur Einbürgerungsfeier des Kreises Warendorf begrüßte Landrat Dr. Olaf Gericke jetzt rund 100 Gäste in der Aula des Paul-Spiegel-Berufskollegs in Warendorf. „Sie haben sich bewusst für die Einbürgerung entschieden, sie ist ein deutliches Zeichen des Zusammenhalts und der Zugehörigkeit“, sagte der Landrat in seiner Begrüßungsrede. „Auch wenn die Staatsbürgerschaft für jeden Menschen eine andere Bedeutung hat, vereint uns alle das Bekenntnis zum Grundgesetz.“ Die heutige Verfassung sei nach zwei Weltkriegen entstanden und die Menschenwürde sei für die Mütter und Väter des Grundgesetzes das Allerwichtigste gewesen.

 

Insgesamt 378 Menschen aus 50 Nationen haben im vergangenen Jahr im Kreis Warendorf die deutsche Staatsbürgerschaft erworben. Erneut stammt die größte Gruppe der Eingebürgerten mit 142 Personen aus Syrien. Weitere große Gruppen stammten aus der Türkei (35), dem Irak (20), Iran (16) sowie Afghanistan und Rumänien (jeweils 11).

 

Für Nohemi Ruth Arce Sanchez aus Mexiko, Suleimen Eleuch aus Italien, Ksenia Jur´evna Knipping aus Russland, Lorraine Vongai Masiyandima aus Simbabwe und Joao Henrique Pulcherio Filho aus Brasilien hatte die Veranstaltung eine ganz besondere Bedeutung, denn sie wurden während der Feier eingebürgert.

 

Zwei der neuen deutschen Staatsbürgerinnen teilten ihre persönlichen Beweggründe für die Einbürgerung mit den Anwesenden.

 

Ksenia Jur´evna Knipping ist Lehrerin und begann ihren bewegenden Vortrag mit einem Zitat von Goethe. Sie schilderte den inneren Zwiespalt, das Heimatland zu verlassen und sich in einem fremden Land ein neues Leben aufzubauen. „Russland hat meine Persönlichkeit geprägt, Deutschland hat es mir ermöglicht, meine Träume zu verwirklichen“, erklärte sie sichtlich gerührt. Es sei wichtig, jeden Tag etwas dafür zu tun, dass Deutschland so bleibe, wie man es sich wünsche. Sie beendete ihren Vortrag dazu passend mit einem Zitat von John F. Kennedy.

 

Lorraine Vongai Masiyandima hatte in ihrem Heimatland keine gute Zukunftsperspektive. Als Waise in einem Land mit hoher Arbeitslosigkeit habe sie nach einer Möglichkeit gesucht, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Deutschland passte gut zu den Werten, die ihre Eltern ihr vermittelt hatten. Sie kam zunächst als Au Pair hier her, absolvierte den Bundesfreiwilligendienst in einer geriatrischen Klinik und arbeitet inzwischen in der Intensivpflege. „Deutschland ist meine zweite Heimat und die Einbürgerung das schönste Geburtstagsgeschenk“, so Lorraine Vongai Masiyandima, die an diesem Tag auch ihren Geburtstag feierte.

 

Nach dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne ließen die Neubürger den Abend noch bei einem kleinen Imbiss und angeregten Gesprächen ausklingen.

 

Die musikalische Untermalung erfolgte durch das Blockflötenquartett der Schule für Musik unter der Leitung von Ursula Skuplik.

 

 

Hintergrundinformationen

 

Wohnorte der Neubürger:

 

Ahlen

99

Beckum

22

Beelen

4

Drensteinfurt

20

Ennigerloh

21

Everswinkel

16

Oelde

34

Ostbevern

13

Sassenberg

13

Sendenhorst

11

Telgte

47

Wadersloh

18

Warendorf

60

Gesamt

378

Im Jahr 2025 wurden 1.175 Einbürgerungsanträge gestellt.

 




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Waldenburger Straße 2
48231 Warendorf

 

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