App soll Leben retten helfen | Kreis Warendorf
App soll Leben retten helfen


Der plötzliche Herz‑Kreislauf-Stillstand zählt zu den häufigsten Todesursachen. Nur wenn innerhalb weniger Minuten Hilfe eintrifft und eine qualitativ hochwertige Reanimation beginnt, kann die betroffene Person gerettet werden.
Um die Überlebenschancen im Notfall weiter zu erhöhen, wird im Kreis Warendorf nun die Ersthelfer-Alarmierungs-App Corhelper eingeführt. Bei einem Verdacht auf Herz‑Kreislauf-Stillstand alarmiert die Leitstelle künftig nicht nur den Rettungsdienst, sondern zusätzlich über Corhelper registrierte und qualifizierte Ersthelfer in unmittelbarer Nähe des Einsatzortes. So kann wertvolle Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrückt werden.
"Wir können die Entfernungen bei uns im ländlichen Raum nicht verkürzen – aber die Zeit bis zu lebensrettenden Maßnahmen. Die App aktiviert qualifizierte Ersthelfer, die schnell eingreifen und die enorm wichtige Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken können. Das wird helfen Leben zu retten", fasst Landrat Dr. Olaf Gericke die Funktion der App "Corhelper" zusammen.
Ordnungsdezernentin Petra Schreier ergänzt: "Wir erfinden nichts Neues – wir übernehmen ein erfolgreiches Modell."
Aktuell werden Ersthelfer für das Projekt gesucht, die sich registrieren und alarmieren lassen. Gesucht werden Ärztinnen und Ärzte, Rettungsdienstpersonal, Pflegekräfte, medizinisch qualifizierte Fachkräfte, Hebammen, oder sonstige zertifizierte Ersthelfer. Die Registrierung ist ab sofort in der App möglich.
In der Pilotphase, dem technischen Testbetrieb, werden ausschließen Personen mit rettungsdienstlicher Qualifikation alarmiert Damit folgt der Kreis Warendorf einer Empfehlung des Technikpartners. Schnellstmöglich sollen weitere Qualifikationen eingebunden werden. Möglichst viele Ersthelfer sollen für das Projekt gewonnen werden, damit eine große Flächendeckung erreicht werden kann.
Der Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz, Michael Frerich, betont: "Ein vergleichsweise kleiner finanzieller Einsatz mit potenziell lebensrettender Wirkung."
Die Investitionskosten liegen einmalig bei rund 35.000 € für die Anschaffung, Einrichtung der Schnittstelle und das Projektmanagement. Im laufenden Betrieb werden sich die Kosten auf etwa 24.000 Euro im Jahr für den Betrieb der Schnittstelle, die App und Schulungskonzept belaufen.
"Mit der Corhelper App führen wir einen weiteren Baustein in die Rettungskette ein, mit dem wir die Chance auf ein besseres Outcome nach Herz-Kreislaufstillstand erhöhen. Wir schließen die Lücke zwischen telefonisch angeleiteter Laienreanimation und dem Rettungsdienst durch qualifizierte Ersthelfer", findet Theodoros Karaboutas, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst im Kreis Warendorf.
Parallel dazu baut der Kreis Warendorf ein Kataster der Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) auf, denn bei der Reanimation spielt der Einsatz eines Defibrillators eine entscheidende Rolle. "Der frühzeitige Einsatz eines AEDs kann maßgeblich dazu beitragen, um die Überlebenschancen zu erhöhen," so Karaboutas.
Daher umfasst die Corhelper-App ein AED-Kataster, um eine schnelle Verfügbarkeit zu ermögliche und einen Ersthelfer als AED-Zubringer zu alarmieren. In der Corhelper-App sollen möglichst alle im Kreis Warendorf vorhandenen AEDs erfasst werden.
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