Naturdenkmal in Warendorf muss gefällt werden | Kreis Warendorf
Naturdenkmal in Warendorf muss gefällt werden


An der Sassenberger Straße in Warendorf muss eine sehr alte Winterlinde aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden. Da es sich bei dem Baum um ein Naturdenkmal handelt, wurde die Maßnahme im Vorfeld mit der Stadt Warendorf, der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Denkmalbehörde abgestimmt.
An der Sassenberger Straße in Warendorf flankierten in der Vergangenheit zwei stattliche Winter-Linden einen Bildstock mit der Darstellung „Christi am Ölberg“. Bereits im „Naturdenkmalbuch“ aus dem Jahre 1962 waren die Linden als Naturdenkmal erfasst. Über die Jahre waren immer wieder Baumpflegearbeiten- und Kronenschnitte an den beiden Bäumen erforderlich. Doch mittlerweile ist der Baum stark geschädigt und besteht nur noch aus einem Baumtorso. Sowohl der Stamm als auch der Wurzelbereich weisen erhebliche Schäden auf, darunter Brandkrustenpilzbefall, Verletzungen an Rinde und Wurzel sowie fortgeschrittene Stockfäule. Aufgrund dieser Vielzahl an Schadsymptomen wurde bereits zuvor die Baumkrone entfernt, um akute Gefahren zu reduzieren. Aufgrund des Standortes des Baumes zwischen Radweg, Straße und Privatgrundstück ist die Sicherheitserwartung entsprechend hoch.
Inzwischen ist jedoch auch die Standsicherheit des Baumtorsos nicht mehr gewährleistet, sodass eine vollständige Fällung unumgänglich ist. Die Nachbarlinde weist auch erhebliche Schadsymptome auf. Dieser Baum kann jedoch noch einige Zeit erhalten bleiben.
Die Maßnahme ist mit der Stadt Warendorf als Baumeigentümerin abgestimmt. Auch die Untere Denkmalbehörde wurde einbezogen. Die artenschutzrechtlichen Belange sind vorab durch die Untere Naturschutzbehörde geprüft worden. Der Torso wurde mit einer Endoskopkamera untersucht. Es konnten keine geschützten Arten in dem Baumtorso festgestellt werden.
Die Untere Naturschutzbehörde wird kurz vor der Fällung noch einmal den Torso untersuchen um sicherzustellen, dass keine artenschutzrechtlichen Verbote ausgelöst werden. Die Maßnahme wird voraussichtlich im Januar durch Mitarbeiter des Kreises durchgeführt. Die Stadt Warendorf wird eine neue Linde am selben Standort pflanzen, so dass auch zukünftig wieder zwei Linden das Denkmal einrahmen.
Im Kreis Warendorf sind zahlreiche Bäume als Naturdenkmale ausgewiesen. Diese Einzelbäume, Baumreihen oder Alleen sind allesamt besondere „Einzelschöpfungen der Natur“ – wie es das Bundesnaturschutzgesetz formuliert.
Naturgemäß sind dies alte Bäume mit ganz besonderen Eigenschaften, wie Gerichtseichen, sehr seltene und ganz besonders gewachsene Bäume, oder historisch bedeutsame Bäume. Der Kreis kümmert sich um Pflege und Erhalt der Naturdenkmale. Irgendwann ist es jedoch so, dass ein Baum auch mit intensiven Pflegemaßnahmen nicht mehr zu erhalten ist und die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann.
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