Katzenkastration lindert Tierleid

Verwilderte Hauskatzen leiden häufig unter unbehandelten Krankheiten und Verletzungen. Darüber hinaus jagen sie Singvögel sowie Bodenbrüter und fressen deren Gelege. Insofern ist es aus Gründen des individuellen Tierschutzes als auch des Artenschutzes wichtig, dass die Anzahl der verwilderten Hauskatzen gesenkt wird.

 

Schon die Vermehrung der gehaltenen Katzen stellt ein zunehmendes Tierschutzproblem dar, da viele der jungen Katzen keine neuen Halter finden und letztlich im Tierheim abgegeben werden, was zu einer problematischen Überbelegung der Tierheime führt.

 

Daher hat der Kreis Warendorf am 1. April 2024 eine Katzenschutzverordnung erlassen, die Halter freilaufender Katzen dazu verpflichtet, diese auf eigene Kosten kennzeichnen und kastrieren zu lassen. Wildlebende Katzen werden von Beauftragten des Kreises gefangen, gekennzeichnet und kastriert. Die Kosten für die Kastration der wildlebenden Katzen werden vom Kreis Warendorf übernommen. Anschließend sollen sie am Fangort wieder ausgesetzt werden und dort die fortpflanzungsfähigen Katzen verdrängen, indem sie deren Lebensraum besetzen.

 

In den ersten beiden Jahren wurden bereits 610 Katzen kastriert. Das ist ein vielversprechender Beginn der Umsetzung, reicht aber keineswegs aus, um die Ziele zu erreichen. Das Veterinäramt des Kreises Warendorf fordert daher alle Halter freilaufender Katzen nachdrücklich auf, diese umgehend kastrieren zu lassen, falls dies noch nicht geschehen ist.

 

Hintergrund: Katzen erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit als Haustiere. Wer ein Haustier hält, übernimmt damit die Verantwortung für das Tier. Zu einer verantwortungsbewussten Katzenhaltung gehören neben der Versorgung mit Futter und Wasser bestimmte medizinische Maßnahmen, wie Impfungen, Parasitenbehandlungen und die Kastration vor der Geschlechtsreife. Die Kastration ist eine der wichtigsten und wirkungsvollsten Maßnahmen zum Schutz der Katzen.

 

Für die Katze hat die Kastration – insbesondere bei regelmäßigem Freigang des Tieres – viele positive Effekte. Ein geringerer Aktionsradius reduziert die Gefahr im Straßenverkehr zu verunglücken. Zudem finden weniger Revierkämpfe statt, was das Verletzungsrisiko senkt. Weiterhin sind auch positive Effekte auf die Gesundheit der Tiere zu beobachten, wie ein geringeres Infektionsrisiko und ein selteneres Auftreten von Tumoren.

 

Der wichtigste Effekt der Kastration ist jedoch, dass sie die unkontrollierte Vermehrung in der Katzenpopulation verhindert.

 

Da die kastrierten Tiere unmittelbar wieder freigesetzt werden, nehmen sie ihren angestammten Platz im Revier wieder ein. Die freilebenden Katzen finden somit dadurch immer weniger Geschlechtspartner und es werden weniger Jungtiere geboren.

 




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