Norovirus mehrfach nachgewiesen

Aktuell liegen dem Gesundheitsamt des Kreises Warendorf 10 nachgewiesene Fälle von Infektionen mit dem Norovirus vor. Zusammen mit rund 200 Meldungen aus der Bevölkerung über schwere Magen-Darm-Infekte, die zu etwa 80 % Kinder betrafen, muss von einem größeren Ausbruch der Virus-Erkrankung im Zusammenhang mit dem Besuch des Naturfreibades in Ennigerloh ausgegangen werden.

 

Um die Ursache für die Infektionen zu ergründen, suchen Gesundheitsamt und Stadt Ennigerloh aktuell ein spezialisiertes Labor, das das Beckenwasser auf Noroviren untersuchen kann. Dazu steht das Gesundheitsamt auch mit dem Robert-Koch-Institut in Verbindung. Noroviren sind besonders resistent und können über viele Wochen im Wasser überleben. Sie vermehren sich allerdings nur im menschlichen Körper.

 

Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, werden Gesundheitsamt und Stadt die Situation neu bewerten und geeignete Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergreifen. Daher ist es richtig, dass die Stadt Ennigerloh beschlossen hat, das Bad geschlossen zu lassen, bis weitere Erkenntnisse vorliegen.

 

In diesem Zusammenhang weist Gesundheitsdezernentin Dr. Anna Arizzi Rusche noch einmal darauf hin, dass betroffene Personen zu Hause bleiben und den körperlichen Kontakt zu anderen Menschen möglichst vermeiden sollten.

 

Erst 48 Stunden nach dem Abklingen der Beschwerden kann wieder die Kita, die Schule oder der Arbeitsplatz besucht werden, da Erkrankte so lange noch ansteckend sein können.

 

„Noroviren-Infektionen können vor allem bei Säuglingen und älteren Menschen zu schweren Austrocknungen führen“, so Gesundheitsdezernentin Dr. Arizzi Rusche.

 

Das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf empfiehlt deshalb in den betroffenen Haushalten eine gründliche Handhygiene. Es sollten zudem keine gemeinsamen Handtücher benutzt werden. Toiletten, andere Sanitärräume und Türklinken sollten gründlich gereinigt und desinfiziert werden, um weitere Ansteckungen zu verhindern.

 

Kompakte Informationen zu Infektionskrankheiten gibt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit anhand von Erregersteckbriefen heraus:

 

https://www.infektionsschutz.de/infektionen/erregersteckbriefe/

 




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