Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam für den Kiebitz | Kreis Warendorf
Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam für den Kiebitz
Der Kiebitz ist selten geworden im Münsterland. Noch vor wenigen Jahrzehnten prägten Moore, Heideflächen und artenreiche Feuchtwiesen die Region. Entlang der Ems erstreckten sich damals vielfältige Auenlandschaften, in denen mittlerweile selten gewordene Pflanzen wie Kuckucks-Lichtnelke, Wiesen-Schaumkraut oder Orchideenarten weit verbreitet waren. Auch bodenbrütende Feldvögel wie der Kiebitz gehörten selbstverständlich zum Landschaftsbild.
Mit seinem markanten Ruf und akrobatischen Flugmanövern kündigte der Kiebitz jedes Frühjahr seine Rückkehr an. Heute sind solche Beobachtungen selten geworden. Wie Feldlerche oder Brachvogel brütet er am Boden und ist auf offene, feuchte Flächen mit niedriger Vegetation angewiesen.
Diese Lebensräume sind vielerorts verschwunden, weil Feuchtwiesen entwässert, umgebrochen oder bebaut wurden. Kiebitze brüten heute mangels geeigneter Alternativen meist auf Ackerflächen, wo landwirtschaftliche Arbeiten während der Brutzeit und der starke Insektenrückgang den Bruterfolg erheblich beeinträchtigen.
Dank engagierter Landwirtinnen und Landwirte, wirksamer Naturschutzarbeit und vieler Ehrenamtlicher konnten im Münsterland einige Kiebitz-Populationen erhalten werden.
Gezielte Förderungen für Feldvogelinseln, Ackerbrachen und Ackerrandstreifen ermöglichen es landwirtschaftlichen Betrieben, Naturschutz in die Bewirtschaftung zu integrieren, ohne wirtschaftliche Nachteile zu erleiden. Landwirtinnen und Landwirte, die auf ihren Flächen brütende Feldvögel entdecken und Interesse an einer entsprechenden Förderung haben, können sich unter den folgenden Kontaktdaten an die untere Naturschutzbehörde des Kreises Warendorf wenden:
sarah.klein-hitpass@kreis-warendorf.de
Gemeinsam mit den Flächenbewirtschaftern sorgt die NABU-Naturschutzstation Münsterland an bekannten Brutplätzen für den Schutz der Gelege. Sichtungen brütender Kiebitze und anderer Feldvögel im Kreis Warendorf können über WhatsApp an die NABU-Station Münsterland unter folgender Nummer gesendet werden:
0163-2119663
Eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Kiebitze stellen nicht angeleinte Hunde auf Äckern während der Brutzeit dar. Jedes Aufschrecken kostet die Elternvögel wertvolle Energie. In Kombination mit dem spärlichen Nahrungsangebot kann dies verheerende Folgen haben. Deshalb sollten Hundebesitzer und Hundebesitzerinnen unbedingt darauf achten, dass ihre Hunde während der Brutzeit auf Äckern und Wiesen stets angeleint bleiben, um Bodenbrüter nicht zu stören und ihren Bruterfolg nicht zu gefährden.
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