Notfallseelsorger: In schwierigen Situation zur Stelle | Kreis Warendorf

Notfallseelsorger: In schwierigen Situation zur Stelle

Die mittlerweile 36 Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger im Kreis Warendorf (2025: 32) stellen sich jederzeit – oft in der Nacht und natürlich auch am Wochenende – in den Dienst ihrer Mitmenschen. In schwierigsten Ausnahmesituationen stehen die speziell ausgebildeten Frauen und Männer den Betroffenen zur Seite. Sie zeigen Anteilnahme und vermitteln Zuversicht.

 

„Aus Ihrem Engagement schöpfen Bürgerinnen und Bürgern – oft Angehörige gerade verstorbener oder bei Unfällen schwer verletzter Menschen – Hoffnung, Kraft und Zuversicht. Auch die an den belastenden Einsätzen beteiligten Ersthelfer werden von Ihnen in schwierigen Situationen betreut“, unterstrich Landrat Dr. Olaf Gericke bei der offiziellen Übergabe des Jahresberichts der Notfallseelsorger im Kreishaus.

 

Die Notfallseelsorger unter Trägerschaft der katholischen und evangelischen Kirche sind seit vielen Jahren in das System des Rettungswesens im Kreis Warendorf integriert. Die Disponenten der Leitstelle können die Seelsorger bei Bedarf jederzeit zu Einsätzen anfordern. Martin Remke, Koordinator für die Notfallseelsorge im Kreis Warendorf betonte die enge Zusammenarbeit mit Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehren im Kreis Warendorf.

 

Die Notfallseelsorge steht in regelmäßigem Kontakt zur Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst und zur Leitstelle der Polizei, ist eng angebunden an den Opferschutz der Polizei, arbeitet im Stab der Einsatzleitung mit und kooperiert mit der Schulpsychologischen Beratungsstelle sowie dem PSNV-Team des DRK Warendorf.

 

Bei der Übergabe ihres Jahresberichtes meldeten die Notfallseelsorger einen Anstieg der Einsatzzahlen im Jahr 2025. 128 Mal (2024: 112) wurden die Notfallseelsorger angefordert. 181 Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger rückten zu Einsätzen aus. 2025 konnten insgesamt 586 Menschen in akuten psychischen Notlagen betreut und begleitet werden.

 

In 62 Fällen unterstützen die Notfallseelsorger die Angehörigen bei Todesfällen nahestehender Personen oder akuten Erkrankungen. In 23 Fällen standen sie Angehörigen und Freunden von Menschen bei, die Suizid begangen oder versucht hatten. In 18 Fällen mussten die Notfallseelsorger eine Todesnachricht an Angehörige überbringen. Auch die Betreuung von Angehörigen und Opfern bei Verkehrsunfällen (13 Fälle) waren häufigere Einsatzarten.

 

Den Schwerpunkt der Arbeit bildet weiterhin die Unterstützung der Angehörigen bei häuslichen Todesfällen. Die vergleichsweise hohe Zahl an „sonstigen“ Einsätzen in der diesjährigen Statistik geht u. a. auf das Engagement der Notfallseelsorger in der Hotline nach dem Amok-Fehlalarm an einer Schule in Oelde zurück.

 

In aller Regel sind die Menschen sehr dankbar, dass sie in schwierigen Situationen Beistand erhalten. Vor allem Menschen aus anderen Kulturkreisen zeigen sich häufig sehr positiv überrascht von dem Angebot der hauptsächlich christlichen Seelsorger. Ein Drittel der Einsätze findet am Abend oder in der Nacht statt. 75 % der Einsätze dauern zwei bis drei Stunden.

 




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