Revolution Train: Drogen-Prävention langfristig denken | Kreis Warendorf
Revolution Train: Drogen-Prävention langfristig denken


Der „Revolution Train“ macht vom 30. Juni bis 3. Juli 2026 sowie vom 6. bis 7. Juli 2026 in Ennigerloh Station. Der multimediale Zug ist eine besondere Maßnahme der Drogenprävention. Er bietet Schülerinnen und Schülern sowie Jugendlichen aus Vereinen und Verbänden oder Eltern mit ihren jugendlichen Kindern aus dem Kreis Warendorf die Möglichkeit, sich intensiv mit den Auswirkungen des Konsums verschiedener legaler und illegaler Drogen auseinanderzusetzen. Das Präventionsprojekt richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen aller weiterführenden Schulen im Kreis Warendorf. 21 weiterführende Schulen aus 12 Städten und Gemeinden nehmen teil.
„Die steigende Zahl an Psychosen bei Jugendlichen zeigt, dass die Cannabis-Legalisierung der Ampel-Regierung ein absoluter Irrweg in der Drogenpolitik war. Um unsere Kinder und Jugendlichen vor den Gefahren des Drogenmissbrauchs zu schützen und sie für einen Leben ohne Drogen zu stärken, setzt der Kreis Warendorf auf kontinuierliche Prävention. Deshalb bin ich sehr stolz, dass es uns Partnern bereits zum dritten Mal in Folge gelungen ist, den Revolution Train in den Kreis Warendorf geholt zu haben“, so Landrat Dr. Olaf Gericke.
Insgesamt werden über 50 Schulklassen von sogenannten Multiplikatoren durch den interaktiven Zug, der Drogenmissbrauch und -sucht thematisiert, geführt. Die 28 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren kommen aus dem Amt für Jugend und Bildung des Kreises, sowie aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit und dem schulischen Bereich. Zusätzlich unterstützen täglich etwa 10 bis 20 Personen im Rahmenprogramm. Das Rahmenprogramm soll den Jugendlichen Möglichkeiten aufzeigen, gesund und rauschfrei aufzuwachsen und umfasst verschiedene Informations-, Beratungs- und Mitmachangebote, wie etwa das Quiz der Suchtberatungsstellen, mobile Angebote der Jugendzentren, das Beteiligungsprojekt des Trägers Mindful e. V., die THW-Jugend und Bundesfreiwilligendienstleistende, die Johanniter, die RVM mit dem Busfahrsimulator, die Schwangerschaftsberatungsstellen, das Kreisgesundheitsamt, der Kreissportbund, die Deutsche Pfadfinder St. Georg sowie die Hilde Fuest Stiftung. Die Johanniter stehen zusätzlich während der gesamten Veranstaltungswoche für medizinische Notfälle bereit.
„Wir können mit dem Revolution Train sehr viele Jugendliche auf einmal erreichen und ihnen zeigen, dass die Möglichkeit besteht, nein zu den Drogen zu sagen oder sich helfen zu lassen, wenn man in die Sucht gefallen ist. Wir sind zuversichtlich, dass dieses Erlebnis eine nachhaltige Wirkung bei den Besuchern hinterlassen wird“, so Gesundheitsdezernentin Dr. Anna Arizzi Rusche, die das Projekt im vergangenen Jahr maßgeblich angestoßen hatte.
Die Initiative lag beim Kreis Warendorf, doch vor allem durch die finanzielle Unterstützung der Franz Fuest Stiftung aus Beckum, der Sparkasse Münsterland Ost sowie der DAK Gesundheit – die wie im Vorjahr dabei sind – konnte das Projekt wieder realisiert werden.
„Wir haben uns dazu entschlossen, den Revolution Train zu unterstützen, um Kindern und Jugendlichen auch künftig den Einstieg in ein suchtfreies und eigenbestimmtes Leben zu ermöglichen. Als bundesweit tätiger Träger von suchtmedizinischen Rehakliniken, medizinischen Rehabilitationskliniken, sowie Senioreneinrichtungen – ist uns die Prävention ein zentrales Anliegen“, so Franz Fuest, Vorstandsvorsitzender der Fuest Familienstiftung.
„Aus zahlreichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten wissen wir, dass Suchtverläufe häufig schon im Jugendalter beginnen – zunächst mit Zigaretten, gefolgt von Alkohol und Cannabis, bis hin zu schweren Drogen wie Heroin. Der Revolution Train spricht genau diese Altersgruppe an und setzt präventiv dort an, wo es am dringendsten nötig ist.
Das Projekt wurde im Kreis Warendorf durch verschiedene Ämter mit großem Engagement initiiert und umgesetzt. Alle Beteiligten haben im vergangenen Jahr hervorragende Arbeit geleistet. Wir wünschen uns, dass von hier aus ein Impuls ausgeht, der sich auf ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus überträgt – und freuen uns über zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher.“
„Der Revolution Train ist für Jugendliche und junge Erwachsene ein einzigartiger Impulsgeber, der authentische Einblicke liefert und den Diskurs über Prävention weiter beflügelt. Gemeinsam mit dem Kreis Warendorf und weiteren Förderpartnern gibt die Sparkasse jungen Menschen gerne den Rückenwind, den sie für ihre Entscheidungen und ihr Leben benötigen. Unser Leitsatz ‚Weil’s um mehr als Geld geht‘ ist dabei kein Werbespruch, sondern gelebte Verantwortung. Aus dieser Überzeugung heraus fördert die Sparkasse auch in diesem Jahr dieses besondere Projekt“, so Peter Scholz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Münsterland Ost.
„Sucht beginnt nicht einfach so – sie entsteht oft unbemerkt. Deshalb setzen wir als DAK-Gesundheit früh an. Im Kreis Warendorf unterstützen wir Präventionsangebote, die junge Menschen stärken – ihre Resilienz, ihre Entscheidungen und ihre Gesundheit. Für ein selbstbestimmtes Leben. Projekte wie der Revolution Train zeigen: Prävention wirkt besonders dann, wenn sie gut begleitet wird. Genau deshalb fördern wir ein Gesamtkonzept, das über einzelne Maßnahmen hinausgeht. Gemeinsam mit starken Partnern vor Ort schaffen wir ein Netzwerk für wirksame Suchtprävention. Für Jugendliche, die ihren eigenen Weg gehen“, betont Claudia Wölk-Schäfer, Leiterin des Service-Centers der DAK Gesundheit in Münster.
Die Stadt Ennigerloh, die RVM und die WLE unterstützen die Planung und Umsetzung des Projektes. Dazu gehören unter anderem die An- und Abreise der Schülerinnen und Schüler, die Bereitstellung des Veranstaltungsortes und der Schienen sowie die Organisation des Zugtransportes.
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