Ausstellung: Kindheit im KZ

Kreisarchiv zeigt Ausstellung im Kreishaus Warendorf

 

Thomas Geve (1929-2024) erlebte seine Kindheit in den Konzentrationslagern Auschwitz, Groß-Rosen und Buchenwald. Nach der Befreiung durch die Alliierten zeichnete er seine Erfahrungen mit Blei- und Buntstiften auf alte SS-Formulare. Mit Reproduktionen seiner Zeichnungen entwickelte die Gedenkstätte Buchenwald die Wanderausstellung „Thomas Geve: Zeichnungen eines kindlichen Historikers“, die ab sofort im Foyer des Kreishauses zu sehen ist.

 

Mit seiner Mutter kam Thomas Geve 1943 von einem KZ-Sammellager in Berlin in das KZ Auschwitz, in dem seine Mutter ermordet wurde. 1945 gelang er über sogenannte „Evakuierungsmärsche“ zunächst in das KZ Groß-Rosen und dann in das KZ Buchenwald. Thomas Geve gehört zu den 903 Kindern, die das KZ Buchenwald überlebten. Mit seinen Kinderzeichnungen dokumentierte Thomas Geve die unvorstellbare Grausamkeit des Alltags in den Konzentrationslagern. Von Zwangsarbeit über Krankheiten bis zum Terror der SS zeigt Geve mit einem kindlichen Blick die systematische Gewalt der Nationalsozialisten.

 

Die Ausstellung ist bis zum 15. September während der Öffnungszeiten des Kreishauses Warendorf (XXX) zu sehen.

 

Ansprechpartnerin: Mara Woltering

 

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