Wadersloher Haushalt freigegeben

Grünes Licht für den Wadersloher Haushalt gab es jetzt von der Kreisverwaltung. Landrat Dr. Olaf Gericke überreichte Bürgermeister Christian Thegelkamp die Haushaltsverfügung, so dass die neuen Maßnahmen aus dem Haushaltsplan der Gemeinde jetzt umgesetzt werden können. Der Rat der Gemeinde hatte den Haushalt in seiner Sitzung am 16. März beschlossen.

 

Die finanzielle Situation der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen ist äußerst angespannt. Auch die Gemeinde Wadersloh rechnet für das Jahr 2026 mit einem Fehlbetrag von rund 3,6 Mio. Euro, der durch eine Entnahme aus der Ausgleichsrücklage gedeckt werden kann.

 

Wie in den Vorjahren fiel auch der Jahresabschluss 2024 besser aus als ursprünglich geplant, allerdings trotzdem mit einem Minus von rund 920.000 Euro. Auch das Haushaltsjahr 2025 wurde mit einem Fehlbetrag von rund 1,4 Mio. Euro geplant, wird jedoch nach aktuellen Schätzungen ohne Minus abschließen. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, wird die Gemeinde Wadersloh letztmalig im Jahr 2027 auf die Ausgleichsrücklage zugreifen können, die danach bis auf einen geringen Restbetrag von rund 50.000 Euro abgeschmolzen sein wird. Die eingeplanten Fehlbeträge für die Haushaltsjahre 2028 und 2029 müssten anschließend im Wesentlichen aus der Allgemeinen Rücklage entnommen werden.

 

Zudem stehen der Gemeinde Wadersloh bis zum Jahr 2036 Fördermittel aus dem NRW-Infrastrukturgesetz in Höhe von rund 7,55 Mio. Euro zur Verfügung. Die vorgesehene Fördermittelverteilung deckt die umfangreichen Investitionen in die kommunale Infrastruktur jedoch nicht vollständig ab, sodass ein ergänzender Finanzierungsbedarf verbleibt.

 

„Unsere Kommunen bekommen die strukturelle Unterfinanzierung durch Land und Bund deutlich zu spüren“, so Landrat Dr. Olaf Gericke bei der Übergabe der Haushaltsverfügung im Kreishaus. „Die Handlungsspielräume werden immer enger. Hier müssen Entlastungen her!“

 

Bürgermeister Christian Thegelkamp bedankte sich beim Landrat für die genaue Prüfung und schnelle Genehmigung des Haushalts: „Die eigentliche Arbeit fängt für unsere Gemeinde jetzt erst an, schließlich brauchen wir keinen Taschenrechner, um zu erkennen, dass unsere Rücklagen schmelzen. Die unzureichende Gegenfinanzierung stetig wachsender Aufgaben durch Bund und Land zwingt uns dazu, selbst Lösungen zu finden. Gemeinsam mit den Ratsfraktionen werden wir in einer Arbeitsgruppe deshalb auch weiterhin eine strukturierte Haushaltskonsolidierung angehen.“




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