Der Frühling naht: Naturschutzbehörde bittet um Rücksicht auf Gartenbewohner | Kreis Warendorf

Der Frühling naht: Naturschutzbehörde bittet um Rücksicht auf Gartenbewohner

Der Frühling naht, die Natur lebt wieder auf: diesen schönen Grund nutzt der Kreis Warendorf, um auf einige Punkte aus dem Bereich des Natur- und Artenschutzes aufmerksam zu machen.

 

Der Frühling bedeutet auch den Saisonbeginn der Gartenarbeit. „Wir bitten alle Gartenbesitzer, in der Dämmerung und nachts keine Mähroboter fahren zu lassen, um Igel und andere kleinere Wirbeltiere zu schützen“, so Lutz Suntrup, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde. Igel, Amphibien und Co. sind zwischen Sonnenuntergang und -aufgang zur Nahrungssuche in den Gärten unterwegs. Viele Mähroboter erkennen Kleintiere nicht oder nur unzuverlässig und fahren einfach weiter. Die natürlichen Verteidigungstaktiken der Tiere – beim Igel das Zusammenrollen – führen in diesem Fall zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod.

 

„Angepasste Mähzeiten bewahren die Gartenbewohner vor diesem Schicksal“, macht Lutz Suntrup deutlich. Aus Tierschutzsicht sollten die Roboter am besten in der Mittagszeit fahren. Werden Freischneider genutzt, sollte dies mit Vorsicht geschehen: „Tagsüber sitzen Igel häufig schlafend an Heckensäumen und Strauchrändern.“

 

Eine große Hilfe für die Tiere ist es, Teilbereiche des Gartens in seiner natürlichen Form zu belassen oder solche naturnahen Bereiche anzulegen. Dort finden sie Unterschlupf, Nahrung und Schutz.  

 

Auch die Zeit der Gehölzschnitte ist gekommen. Für Bäume (außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen), Hecken, „lebende Zäune“, Gebüsche und andere Gehölze gilt ein Sperrzeitraum vom 1. März bis zum 30. September. „Aus Artenschutzgründen darf man sie in dieser Zeit nicht abschneiden, auf den Stock setzen oder beseitigen“, erklärt Lutz Suntrup. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind jedoch auch in dieser Zeit erlaubt. Wer Gehölzschnitte vornehmen möchte, hat also noch den ganzen Februar Zeit dafür.

 

Für weitere Fragen rund um den Artenschutz im heimischen Garten stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises gerne zur Verfügung.

 

Hintergrund Igel:

Der Bestand des westeuropäischen Igels weist seit Jahren einen klaren Abwärtstrend auf. Die Art ist nun durch die Internationale Union zur Bewahrung der Natur in der Roten Liste der gefährdeten Arten aufgeführt worden. Ursachen dafür sind vor allem ein schwindendes Nahrungsangebot und der Rückgang des Lebensraumes. Inzwischen ist Schätzungen zufolge der Bestand im urbanen Raum fast neunmal so hoch wie auf dem Land.




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