Landrat appelliert zu Vorsicht bei Reisen / Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten müssen sich melden

Das Corona-Infektionsgeschehen im Kreis Warendorf bewegt sich zurzeit auf niedrigem Niveau. Damit im Kreis Warendorf die reisebedingten Infektionen nicht ansteigen, appelliert Landrat Dr. Olaf Gericke an alle Urlaubsrückkehrer aus Risikoländern, sich zeitnah beim Gesundheitsamt des Kreises Warendorf zu melden. „Ich bitte die Urlaubsrückkehrer darum, verantwortungsvoll zu sein und ihrer Pflicht nachzukommen, um ein Ansteigen der Infektionszahlen zu verhindern.“ Schon im Urlaub selbst sollten Reisende darauf achten, unnötige Kontakte zu meiden und auch die bei uns gültigen Abstands- und Hygieneregeln zu beachten.

 

Nach der in NRW geltenden Coronaschutzverordnung sind Urlauber dazu verpflichtet, eine 14-tägige Quarantäne einzuhalten, sofern sie aus einem vom Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogebiet eingestuften Land zurückkehren und keinen negativen Corona-Test vorweisen können. In dieser Zeit dürften sie weder die Wohnung verlassen, noch Besuch von Personen empfangen, die nicht zum Hausstand gehören, betont der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Wolfgang Hückelheim. Über die Risikoländer informiert das Robert-Koch-Institut auf seiner Internetseite www.rki.de. „Für eine mögliche Befreiung von der Quarantäne wird ein Nachweis benötigt, der bestätigt, dass ein Test auf das Coronavirus negativ ist. Die Bescheinigung darf dabei nicht älter als 48 Stunden sein.“

 

Seit Beginn der Sommerferien sind im Kreis Warendorf neun Urlaubsrückkehrer positiv auf das Virus getestet worden. 118 Personen, die aus Risikoländern eingereist sind, haben sich bislang beim Gesundheitsamt gemeldet, davon ließen sich 56 Personen zur Umgehung der Quarantäne testen.

 

Aktuell stuft das RKI (s. Link unten) mehr als 100 Länder als Risikogebiete ein, darunter beliebte Reiseziele wie die Türkei. Aber auch ein Aufenthalt in den USA, Südafrika oder Luxemburg zieht eine zweiwöchige Quarantäne nach sich.

 

„Gerade in diesem herausfordernden Jahr freuen sich viele Bürgerinnen und Bürger ganz besonders auf die Urlaubszeit“, betont Dr. Olaf Gericke. „Das ist auch sehr wichtig. Doch nach wie vor ist Vorsicht angebracht. Und bei den Rückkehrern sind wir auf Einsicht und Mitwirkung angewiesen, denn sie können dazu beitragen, einen größeren Anstieg der Infektionszahlen zu verhindern.“

 

Urlaubsrückkehrer können sich unter Tel. 02581/ 53-5555 mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen. Die Mitarbeiter informieren unter anderem zur Quarantäneverpflichtung, Testmöglichkeiten und zum Verhalten beim Auftreten von Krankheitssymptomen.

 

www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html