Schwarzer Bitumen statt grauer Theorie

Um sich ein Bild von der Umsetzung verschiedener Infrastrukturprojekte zu machen und die Maßnahmen nicht nur aus den Vorlagen der Verwaltung zu kennen, sehen sich die Mitglieder des Bauausschusses des Warendorfer Kreistages einige Straßen- bzw. Radwegebauprojekte vor Ort an.

 

Bei der diesjährigen offiziellen Bereisung der Kreisstraßen erläuterten Kreisplanungsdezernent Michael Ottmann und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Straßenbau und Umweltschutz an verschiedenen Baumaßnahmen an Kreisstraße, wie Projekte umgesetzt werden und welche Probleme dabei gelöst werden müssen.

 

„Der Flächenerwerb ist immer eine hohe Hürde, die uns häufig viel Zeit kostet“, erklärte Julia Doerr, die beim Kreis für den Grunderwerb für Infrastrukturprojekte zuständig ist. Michael Ottmann fügt an, dass bei manchem Projekt die Vermittlung von anliegenden Grundeigentümern geholfen hat, wie etwa beim Weiterbau des Radwegs an der K 19 zwischen Everswinkel und Sendenhorst.

 

„Wo kein Grunderwerb zu realistischen Preisen zu realisieren war, haben wir in Einzelfällen gute Erfahrungen damit gemacht, Straßenrandgräben zu verrohren und den Radweg darüber laufen zu lassen“, beschreibt Sachgebietsleiter Karl-Bernhard Holtmann einen von vielen Lösungsansätzen der Straßenbauer beim Kreis.

 

Neben der Besichtigung verschiedener Baustellen, wie der Sanierung der Hauptstraße in Everswinkel-Alverskirchen (K 3) und der Straße Natarp (K 43 bei Warendorf-Hoetmar, wurde der Ortstermin auch genutzt, um den Ausschussmitgliedern eine funkgesteuerte Landschaftspflegemaschine vorzuführen, die für Mäharbeiten an Straßengräben, steilen Brückendämmen und dergleichen eingesetzt werden soll.

 

Der auf Kunststoffketten fahrende Mulcher stammt von einer italienischen Firma und ist aufgrund seiner Kippsicherheit optimal für den Einsatz in Hanglagen geeignet. Ein Unternehmen aus dem Sauerland hat es für den Einsatz im Straßenbegleitgrün – wie es offiziell heißt – angepasst. Auf Wunsch können spezielle Rechen vorgesteckt werden, die den Schutz von Insekten beim Mulchen des hohen Bewuchses am Fahrbahnrand erhöhen, wie die Vertreter der Firma auf Nachfrage der Ausschussmitglieder mitteilten. Die deutlich höhere Leistungsfähigkeit der neuen Maschine gegenüber den bislang genutzten Mähern wurde bei einer kurzen Vorführung eindrucksvoll dargestellt.

Die Politik hat bereits „grünes Licht“ für die Anschaffung eines funkgesteuerten Mulchers gegeben, der vier alte Mäher ersetzen soll.

 

„Wir wollen so transparent wie möglich über unsere Arbeit berichten und den Ausschussmitgliedern zeigen, wie wir Aufgaben lösen, vor denen wir beim Erhalt und Ausbau unserer Infrastruktur im Kreis Warendorf immer wieder stehen“, fasste Kreisplanungsdezernent Michael Ottmann den Zweck der Kreistraßenbereisung zusammen.

 




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