Veloroute von Everswinkel nach Münster eröffnet | Kreis Warendorf
Veloroute von Everswinkel nach Münster eröffnet
Velorouten sollen das Münsterland mit der Stadt Münster verbinden und insbesondere Berufspendlern die Möglichkeit geben, mit dem Rad schnell, komfortabel und sicher aus dem Umland in die Stadt zu gelangen. Daher sind im Münsterland insgesamt 14 Velorouten-Projekte in der Planung und Umsetzung.
Die Veloroute von Everswinkel-Alverskirchen nach Münster-Wolbeck ist auf dem Gebiet des Kreises Warendorf sogar bereits auf Velorouten Standard ausgebaut und fertiggestellt worden. Ab sofort können sich Radfahrer auf einer drei Meter breiten und rund drei Kilometer langen Strecke sicher und komfortabel nach Münster bewegen.
Bei der offiziellen Eröffnung der Veloroute betonten Landrat Dr. Olaf Gericke und Everswinkels Bürgermeister Sebastian Seidel, die Bedeutung der Velorouten für die Mobilität im Münsterland.
Dr. Gericke: „Breite, gut ausgebaute Radwege ermöglichen es gerade Berufspendlern, am Morgen zügig und sicher in die Stadt Münster zur Arbeit und nachmittags wieder nach Hause zu fahren. Damit entlasten wir die Pendlerstrecken vom Autoverkehr und schaffen Alternativen für die Menschen in der Region.“
Seidel: „Viele Menschen in Everswinkel pendeln zur Arbeit nach Münster. Sie sind froh, dass sich die Möglichkeiten, um mit dem Rad zur Arbeit zu kommen, rund um Everswinkel in den vergangenen Jahren deutlich verbessert haben.“
„Verkehrsdezernent Michael Ottmann hob bei dem Termin hervor, dass sich neben dem Bürgermeister vor allem David Schubert, der Mitglied des Kreistages ist und in Alverskirchen lebt, in den vergangenen Jahren immer wieder beim Kreis nach dem Stand der Umsetzung des Projektes informiert und sich für die Realisierung eingesetzt hat.
„Wenn einer regelmäßig angerufen und nachgefragt hat, war das David Schubert“, so Michael Ottmann.
Hintergrund: Der straßenbegleitende Radweg im Zuge der K 3/6 war aufgrund der vorhandenen Wurzelschäden in einem schlechten Zustand. Da der Radweg Bestandteil der Veloroute Everswinkel-Münster werden sollte, wurde eine Verbreiterung von 2,00 m auf 3,00 m umgesetzt. Aufgrund des nahen Baumbestandes und der beengten Grundstücksflächen wurden in der Vergangenheit verschiedene Varianten zur Sanierung des Radweges intensiv geprüft.
Früher wurde der straßenbegleitende Radweg im Bereich der Straßenbrücke über den Piepenbach gemeinsam mit dem motorisierten Straßenverkehr über die Fahrbahn geführt. Dies bedeutete ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Radfahrer. Eine Verbreiterung der Brücke zur Herstellung eines getrennten Radweges wurde aus technischen und wirtschaftlichen Gründen verworfen, sodass der Neubau einer Radwegbrücke realisiert wurde.
Die Brücke wiegt 9 Tonnen, hat eine Länge von ca.12,00 m und eine Breite zwischen den Geländern von 4,00 m. Die Baukosten betrugen rund 350.000 Euro. Für die Maßnahme wurden Fördergelder aus dem Programm „Stadt und Land“ beantragt, die im Juni 2024 genehmigt worden sind. Die Förderquote betrug 90 %, sodass der Kreis lediglich 35.000 Euro zu tragen hatte.
Da ein Grunderwerb auf ganzer Länge nicht zu realisieren war, wurde in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde entschieden, den vorhandenen Straßenseitengraben zu verrohren und sowohl den alten Radweg als auch den alten Straßenseitengraben mit Schottermaterial zu überschütten. Dieses Material wird dann zum Schutz gegen Wurzelbeschädigung mit Bindemitteln hydraulisch verfestigt. Abschließend wird dann die zweilagige Asphaltbefestigung aufgebracht.
Diese Variante, bei der das Material des alten Radweges gebrochen und wiederverwendet wird, spart CO², Baumaterial und Kosten, da auch die Abfuhr des alten Materials entfällt. Es handelt sich insgesamt um eine kostengünstige und zudem sehr umweltfreundliche Bauweise, die bereits bei vielen Projekten im Kreis Warendorf angewendet wird.
Die Kosten für beide Bauabschnitte betragen 1,9 Mio. € und wurden mit 90 % gefördert.
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