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Flucht - Trauma – Sucht: Fachvortrag von Dr. Golsabahi Broclawski im Kreishaus

Zu den Teilnehmern und Organisatoren des Vortrags „Flucht-Trauma-Sucht“ gehörten u.a. (v.l.): Gesundheitsplanerin Petra Lummer, Moderatorin Dr. Elke Rehfeldt (Leiterin Gesundheitsamt), Referentin Dr. Solmaz Golsabahi Broclawski, Vivien Münstermann (Kommunales Integrationszentrum) Dr. Wolfgang Hückelheim (Leiter Sozialpsychiatrischer Dienst) und Sozialdezernentin Brigitte Klausmeier (Kreis Warendorf). – (Foto: Kreis Warendorf).

„Flucht-Trauma-Sucht“ – so lautete der Titel des Fachvortrages von Dr. Solmaz Golsabahi Broclawski, niedergelassene Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie aus Bielefeld. An praktischen Fallbeispielen aus ihrem beruflichen Alltag schilderte die Referentin eindrucksvoll die Herausforderungen im Umgang mit geflüchteten Menschen.

 

Das Gesundheitsamt und das Kommunale Integrationszentrum hatten zu diesem Fachvortrag ins Kreishaus eingeladen und setzten damit eine Handlungsempfehlung aus dem Handlungskonzept für den Umgang mit geflüchteten Menschen im Kreis Warendorf um. Brigitte Klausmeier, Sozialdezernentin des Kreises Warendorf, begrüßte etwa 50 Fachkräfte unter anderem aus den Bereichen Arbeit, Soziales, Integration, Medizin, Gesundheit, Suchthilfe sowie aus der öffentlichen Verwaltung im Kreishaus Warendorf, und sie bedankte sich bei den Gästen für ihr Interesse.

 

„Migration ist per se weder krankheitsfördernd noch verstärkend. Menschen – welcher Herkunft auch immer – brauchen nach Ereignissen, die psychisch und körperlich strapazierend waren, Zeit zum Ankommen und auch zum Verarbeiten“, erläuterte Dr. Golsabahi Broclawski. Diese sensible Phase mache die Menschen nach der Flucht anfällig für eine psychische Dekompensation bis hin zu Entstehung einer psychischen Störung.

 

Für den Umgang mit geflüchteten Menschen seien transkulturelle Kompetenzen unabdingbar, so die Referentin und Leiterin des Medizinischen Institutes für transkulturelle Kompetenz in Bielefeld. Das Wissen über die kulturellen und sozialen Hintergründe der zu uns gekommenen Menschen könne zu einem vorurteilsfreieren Miteinander und damit z.B. auch zu einer passgenaueren medizinischen Versorgung der Betroffenen beitragen.

 

In der anschließenden Diskussion wurden die Anregungen und Hinweise der Referentin aufgenommen, vertieft und durch die Erfahrungen der Zuhörer ergänzt. „Ein informationsreicher, zum Nachdenken und zur Diskussion anregender Nachmittag mit einer kompetenten Referentin“ – so lautete das positive Fazit.

 

 


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