Kolpingsfamilie Warendorf

Am 30. Januar 1853 gründeten 18 Bürger Warendorfs einen „Katholischen Gesellenverein“. Er ist damit einer der ältesten Vereine seiner Art im Münsterland.

Die Höhepunkte im Vereinsleben der frühen Jahre waren sicherlich die Besuche Adolph Kolpings in den Jahren 1854, 1855 und der Kauf und Umbau des Hauses Totenstraße 3 zum ersten Gesellenhaus 1864.

 

Im Jahr 1888  wurde ein Gesellenhauses an der Pumperie (heute Kolpingstraße) errichtet, das 1908/09 noch um Unterrichts- und Schlafräume erweitert worden ist.

 

Die Tiefpunkte im Vereinsleben, der ab den 1930ern sogenannten Kolpingsfamilie Warendorf, ergaben sich aus den politischen Entwicklungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. So ruhte das Vereinsleben im Ersten Weltkrieg komplett. Während der NS-Zeit gleichgeschaltet und nach dem Führerprinzip umgestaltet wurde im März 1936 die Vereinstätigkeit zwar weitestgehend eingestellt, der Verein aber nicht aufgelöst.

 

Im Dezember 1945 trafen sich erstmals wieder Gesellen zu einer Versammlung. In den nächsten Jahren wuchs der Verein und erholte sich. Der gesellschaftlichen Entwicklung der 1960er und 1970er Jahre folgend, öffnete sich die Kolpingsfamilie nach und nach auch anderen Teilen der Gesellschaft, so konnten auch Jugendliche und Frauen als Vollmitglieder dem Verein beitreten.

 

Das Vereinsleben war zu jeder Zeit besonders durch Bildungsarbeit in den Bereichen der Religion, des Berufes, der Familie und des Staates geprägt. Neben der Fürsorge für die Mitglieder der Kolpingsfamilie ist aber auch, besonders ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, karitative Hilfe für Nichtmitglieder ein erklärtes Ziel.

 

Im März 2006 wurde das Vereinsarchiv dem Kreisarchiv Warendorf übergeben. Die Unterlagen reichen von 1853 bis 1999 und spiegeln das rege Vereinsleben wieder. Neben Protokollen und Jahresberichten finden sich Fotos, Kontenbücher und Mitgliederakten in dem Bestand.

Statuten des katholischen Gesellen-Vereins zu Warendorf

Genehmigt im Mai 1869 durch das bischöfliche General-Vikariat in Münster

 

Einführendes Leitbild zu den Statuten: „Religion und Tugend, Arbeitsamkeit und Fleiß, Eintracht und Liebe, Frohsinn und Scherz“

 

Festzug zum 50jährigen Bestehen des Katholischen Gesellenvereins in Warendorf, 1903

Überwachung der Kolpingsfamilie Warendorf, 1938

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die Gesellenvereine erhebliche in ihrer Arbeit beeinträchtigt und überwacht.

Am 26. September 1937 wurde die Kolpingfamilie Warendorf bei einem Ausflug zum Kloster Vinnenberg von der Geheimen Staatspolizei beschattet.

 




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