Die Familie Pagenstecher

Die Warendorfer Familie Pagenstecher wird mit Cord Pagenstecker urkundlich erstmals 1415 erwähnt. Der Wulner und Wandmacher gehörte der Warendorfer Oberschicht an und war Eigentümer mehrerer Immobilien. Ab 1501 waren Mitglieder der Familie Pagenstecher nachweislich im Stadtrat der Stadt Warendorf tätig und stellten mit Werner Pagenstecher (1546-1636) auch einen Bürgermeister (Amtszeit 1614-1619 und 1622-1623). Letztmalig wurde der Warendorfer Zweig 1730 urkundlich erwähnt.

 

Die Nachfahren des Warendorfer Bürgermeisters Werner Pagenstecher bekleideten hohe Positionen im Staatsdienst, waren als Juristen, Ärzte oder Pastoren tätig. Die Augen- und Ohrenärzte Dr. Alexander und Dr. Hermann Pagenstecher gründeten eine eigene Klinik in Wiesbaden, Dr. Hermann Pagenstecher behandelte sogar die englische Königin Victoria.

 

Die Osnabrücker Linie der Familie Pagenstecher lässt sich seit 1578 urkundlich nachweisen. Der wohl bekannteste Vertreter des Osnabrücker Zweiges ist Dr. jur. Albrecht Pagenstecher (1800-1863), der als Stadtsyndikus und späterer Stadtdirektor in der Verwaltung Osnabrücks tätig war. Die Pagenstecherstraße in Osnabrück ist bis heute augenfälliges Erbe dieser Linie. Auch aus diesem Zweig der Familie gingen Juristen, lutherische Pastoren und Kaufleute hervor. Die Kaufleute siedelten in Hamburg und Bremen an.

 

Der Düsseldorfer Künstler und Heraldiker Wolfgang Pagenstecher betrieb im Rahmen seiner Wappenforschung auch Familienforschung und stellte Toten- und Gedenktafeln für Angehörige her. Eine Tafel für alle im Ersten Weltkrieg gefallenen Pagenstecher sollte 1931 in Warendorf enthüllt werden. Zu diesem Anlass lud Wolfgang Pagenstecher einige Verwandte ein.

 

Insgesamt folgten zehn Personen der Einladung. Dieses Familientreffen führte zur Gründung des Familienverbandes des Geschlechtes Pagenstecher am 21.12.1931. Der Familienverband verfügt zudem über ein eigenes, inzwischen jährlich erscheinendes Verbandsorgan. Die sogenannten "Familien-Mitteilungen" werden von Familienangehörigen verfasst und an alle Verbandsmitglieder sowie an einige Bibliotheken verschickt, unregelmäßig werden Teile der jeweils aktuellen Ausgabe ins Englische übersetzt und an die im Ausland lebenden Verwandten geschickt.

 

Sämtliche in der Ausstellung verwendeten Unterlagen stammen aus dem Bestand „Kreisarchiv Warendorf Dep. 134“ und können im Lesesaal eingesehen werden.




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