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Die Preußen kommen zurück

(KAW, Amt Liesborn Nr. 362)

Im November 1813 marschierten preußische Truppen von Bielefeld nach Münster und kamen dabei auch durch die Kreise Beckum und Warendorf. Die französische Besetzung des östlichen Münsterlandes und Westfalens war endgültig zu Ende.

 

Nach einer Verordnung vom 30. April 1815 wurde die neue Provinz Westfalen in die drei Regierungsbezirke Münster, Hamm (später Arnsberg) und Minden gegliedert. König Friedrich Wilhelm III. ernannte Georg von Vincke zum Oberpräsidenten der Provinz und zum Präsidenten der Regierung Münster.

 

Die Neuordnung der Provinz Westfalen sah erneut die Einrichtung von Landkreisen vor, deren Zuschnitt in einer Verordnung vom 10. August 1816 erfolgte: Der Kreis Warendorf bestand aus drei Städten und 15 Kirchspielen, der Kreis Beckum aus fünf Städten mit 20 Kirchspielen.

Die zweite preußische Herrschaftsübernahme (1814-1816)

Die preußische Kreisgliederung:

Nach der Neueinrichtung der preußischen Verwaltung ab 1816 wurden auch die Kreisstrukturen wieder eingeführt, die größtenteils denen entsprachen, die schon 1803 bestanden.

(Bild: Peter Burg / Paul Leidinger, Aus fünf Kreisen zusammengewachsen. Zur Entstehung des Kreises Warendorf 1803-1975, in: 200 Jahre Kreis Warendorf: Werden und Identität im Wandel der Zeit, Warendorf 2003, S. 18)

(KAW, Stadt Beckum B Nr. 501)

Nach der „Befreiung“ von der französischen Herrschaft passte sich die Verwaltung schnell an: Aus dem alten „Arrondissement“ wurde wieder der „Kreis“, aus dem „Maire“ der „Bürgermeister“ und ein ganzer Staat samt Wappen kurzerhand gestrichen.

Landräte und Kreisorgane im 19. Jahrhundert

(KAW, S05 Kreis WAF Nr. 35)

Carl Freiherr von Wrede-Melschede (1830-1901) war zwischen 1866 bis 1899 Landrat des Kreises Warendorf.

Für seine Verdienste wurde er 1881 mit dem Roten Adlerorden ausgezeichnet und 1890 zum Geheimen Regierungsrat befördert.

(KAW, S05 Beckum Nr. 159)

Ansicht des ehemaligen Kreisständehauses in Beckum um 1890.

Erbaut wurde es 1887/88 als Tagungsort des 1886 neu eingerichteten Kreistags und als Sitz der Kreisverwaltung.

Die Kreisverwaltung im Ersten Weltkrieg

Vom unmittelbaren Kampfgeschehen des Ersten Weltkrieges blieb der heutige Kreis Warendorf verschont. Die Fronten verliefen in sicherer Entfernung.

Dennoch bestimmten die Kriegsereignisse vom Tag des Kriegsausbruchs bis zum Kriegsende am 9. November 1918 nahezu alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens im Kreis.

 

Die Kreisverwaltungen waren insbesondere mit der Versorgung des Militärs, der Bevölkerung und mit der Sicherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung befasst.

Bereits am 4. August 1914 brachte der Warendorfer Kreistag Unterstützungsleistungen für Familien auf den Weg. Ab 1917 konzentrierten sich die Kreisverwaltungen im „Fürsorgeausschuss für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene“ auf die Versorgung des am stärksten vom Krieg betroffenen Personenkreises.

 

Gerade bei der Lebensmittelversorgung der Bevölkerung kam es zu Engpässen. Die Kreisbehörden versuchten unter anderem durch Rationierung der Nahrungsmittel die Situation zu entschärfen.

Die Mobilmachung

(Fotoarchiv Dormitorium Beckum)

Der Beckumer Bahnhof am 2. August 1914: Unter großer Anteilnahme der Beckumer Bevölkerung fahren die ersten Soldaten um 14:10 Uhr in den Krieg.

Landrat im Kreis Beckum zwischen 1899 bis 1922

(KAW, S05 Kreis Beckum, Nr. 54)

Dr. Karl Bahlmann (1859-1922) war Landrat im Kreis Beckum zwischen 1899 bis 1922. Unter dem promovierten Jurist nahm der Kreis eine rasante ökonomische Entwicklung. 1918/19 gründete er das Kreiswohlfahrtsamt und konzentrierte sich auf die Wiedereingliederung der Kriegsheimkehrer und der Kriegsversehrten.

Mehr Informationen

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