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Wie nehmen Menschen mit Behinderungen das Museum Abtei Liesborn wahr?

Zusammen mit Verena Schulte-Sienbeck (4.v.l.) und Richard Uhkötter (5.v.l.) vom Kreissozialamt sowie Carsten Lomott, Abteilung Hochbau und Liegenschaften (nicht im Bild), nahmen Norbert Sauermann (Bewohnerbeirat St. Joseph-Heim Neubeckum), Matthias Bureck (Selbsthilfegruppe für Menschen mit Hörschädigung Ahlen), Monika Teepe (Blinden- und Sehbehindertenverein Warendorf) und Dennis Vöge (Beschäftigter in den Freckenhorster Werkstätten) das Museum Abtei Liesborn im Rahmen des Inklusionsprojektes unter die Lupe.

Im Rahmen des Inklusionsprojektes überprüft der Kreis Warendorf gemeinsam mit einer Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen seine Gebäude auf Barrierefreiheit. Können Rollstuhlfahrer alle Räume erreichen? Sind die Beschilderungen gut verständlich? Wie orientieren sich blinde Menschen im Gebäude? All dies wird bei den Begehungen unter die Lupe genommen. Nach dem Kreishaus, den Anlaufstellen des Jobcenters in Ahlen und Beckum sowie den Nebenstellen des Gesundheitsamtes war nun das Museum Abtei Liesborn an der Reihe.


Dort ging es nicht nur um die Barrierefreiheit der Räumlichkeiten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Ausstellung von Menschen mit Behinderungen wahrgenommen werden kann.

 

Das Museum Abtei Liesborn des Kreises Warendorf befindet sich in der barocken Abtresidenz der ehemaligen Benediktinerabtei in Liesborn. 2004 wurde es um einen modernen Anbau erweitert. Die umfangreiche Sammlung des Museums umfasst viele Bereiche der Kunst und Kulturgeschichte der Region. Museumsleiterin Dr. Elisabeth Schwarm führte die Gruppe gemeinsam mit der freiberuflichen Museumsführerin Antje Mengelkamp durch die Ausstellung.

 

Dank eines Aufzuges ist das Gebäude in allen Bereichen auch für Menschen mit Gehbehinderungen zugänglich. An vielen Stellen wurde deutlich: Ein Museum für alle Menschen zu gestalten, ist eine Herausforderung. Was für den einen den Charme des barocken Gebäudes ausmacht, stellt den anderen vor Schwierigkeiten – etwa Holzfußböden, die sich im Laufe der Jahrhunderte gewellt haben. Oder: Dass die wertvollen Ausstellungsstücke nicht berührt werden dürfen, lernen bereits die jüngsten Besucher. Wie aber erschließt sich eine Sammlung dem blinden Besucher?

 

Die Gruppe konnte viele wertvolle Tipps zur weiteren Verbesserung der Barrierefreiheit geben. Sofort aufgegriffen wurde der Hinweis, die Beschilderung des rollstuhlgerechten Zugangs zu optimieren. Dies wird im Zuge der anstehenden Fassadensanierung umgesetzt.

 

 


 

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