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Europäische Wasserrahmenrichtlinie

Der Schutz von Gewässern sowie die Notwendigkeit des Ausgleichs nachteiliger Bewirtschaftungen war Anlass zur Entstehung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (Richtlinie 2000/60EG). Deren Ziele wurden 2009 über das Wasserhaushaltsgesetz in nationales Recht überführt. Die Wasserrahmenrichtlinie hat unter anderem das Bewirtschaftungsziel, Oberflächengewässer so zu entwickeln, dass sie einem guten ökologischen und chemischen Zustand bzw. bei erheblich veränderten Gewässern einem guten ökologischen Potential entsprechen. Der Kreis Warendorf ist als Bewirtschaftungsbehörde für die Zielerreichung von ca. 3.400 km Fließgewässern verantwortlich, wobei  ca. 500 km davon ein Einzugsgebiet größer 10 km² aufweisen und gegenüber der EU berichtspflichtig sind. Die Gewässer sollen mit unterschiedlichen Maßnahmen und unter Berücksichtigung von Umweltqualitätsnormen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie ihren natürlichen Charakter zurückerhalten. Ursprünglich sollte dies bis zum Jahr 2015 erfolgen mit der Möglichkeit der zweimaligen Verlängerung um jeweils 6 Jahren. Wir befinden uns damit im ersten Verlängerungszyklus (2016 – 2021). Mit Vorlage am 22.12.2015 wurde hierzu der zweite Bewirtschaftungsplan veröffentlicht.

 

Die Zielerreichung kann nur in Zusammenarbeit mit allen betroffenen Interessengruppen, wie Kommunen, Landwirtschaft, Straßenbaulastträger, Industrie oder auch den Bürgerinnen und Bürgern gelingen. Speziell für die Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Gewässerzustands wurden durch den Kreis Warendorf Umsetzungsfahrpläne für alle berichtspflichtigen Gewässer erstellt. Umsetzungsfahrpläne beinhalten hydromorphologische Maßnahmen am Gewässer zur Herstellung der Durchgängigkeit und zur Verbesserung der Gewässerstruktur gemäß des sogenannten Strahlwirkungs- und Trittsteinkonzeptes.

 

Das zu bearbeitende Planungsgebiet wurde dabei in 3 Kooperationen AxtbachBever/HesselWerse eingeteilt. Für die Gestaltung der Umsetzungsfahrpläne, also die Auswahl und Verortung der Maßnahmen, wurden unter anderem frühere Planungen, wie Konzepte zur naturnahen Entwicklung von Fließgewässern (KNEF) oder auch Landschaftspläne berücksichtigt. In vielen Einzelgesprächen wurde es sämtlichen Akteuren ermöglicht, Ideen zu präsentieren und Anregungen zu geben. Die Umsetzungsfahrpläne enthalten eine zeitliche Priorisierung für jede Maßnahme, in einem weiteren Schritt wird eine Kostenabschätzung vorgenommen.

 

Nähere Information zur EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie den Bewirtschaftungsplan 2016-2021 finden Sie Initiates file downloadhier und Opens external link in new windowhier

 

Klaus Kiskemper
Telefon: 02581/ 53-6620
E-Mail: Opens window for sending emailklaus.kiskemper(at)Kreis-Warendorf.de


 

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