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Energie für den Kreis Warendorf aus Wallhecken

Heiko Hagemann (Wald-Zentrum UNI Münster), Umweltdezernent Friedrich Gnerlich, Franz Stockmann (Regionalforstamt Münsterland), Landrat Dr. Olaf Gericke, Amtsleiter Heinz-Jürgen Müller und Markus Wenzelides (Wald-Zentrum) stellten die Studie im Warendorfer Kreishaus vor.(v.l.n.r.)

Haselnuss, Schlehe, Weißdorn, Eichen, Erlen und Birken – vor 200 Jahren grenzten diese Sträucher und Bäume die Felder ein und prägen bis heute die typisch Münsterländische Parklandschaft. Dass die so genannten Wallhecken sowie Gewässerbepflanzungen und Straßenbegleitgrün nicht nur schön und wichtig für den Umweltschutz sind, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung leisten können, hat jetzt eine Studie des Wald-Zentrums der Uni Münster belegt.

Die Forstwissenschaftler haben im Auftrag des Kreises Warendorf exemplarisch für das Stadtgebiet Telgte untersucht, wie viel fossile Energie sich bei einer regelmäßigen Pflege der Wallhecken sowie der Bäume und Sträucher entlang der Straßen und Gewässer einsparen lässt. Das Ergebnis wurde jetzt im Rahmen eines Pressetermins im Warendorfer Kreishaus vorgestellt. Landrat Dr. Olaf Gericke: "Allein in Telgte könnten mehr als 150 Einfamilienhäuser durch den Heckenschnitt mit umweltfreundlicher Energie aus Hackschnitzeln versorgt werden – eine nahezu klimaneutrale Alternative zu herkömmlichem Heizöl oder Erdgas. Gerade in Zeiten der Rohstoffverknappung und des zunehmenden Holzmangels stellt die energetische Verwendung von Hecken und des so genannten „Straßenbegleitgrüns“ eine sinnvolle Alternative für die Zukunft dar."

Rund 315.000 Liter Heizöl könnten dadurch jedes Jahr in Telgte gespart werden.
Auf Kreisebene hochgerechnet könnten jährlich rund 100.000 m3 Holzhackschnitzel produziert werden – damit könnten theoretisch etwa 5 – 8 % sämtlicher Einfamilienhäuser im Kreis versorgt werden, so das Ergebnis der Studie.

Der Landrat wies darauf hin, dass man bei der Neuausrichtung der gfw dieses Thema ebenfalls bereits aufgegriffen habe. Das "Kompetenzfeld Ressourcenmanagemet" stelle eine herausragende Stärke des Kreises Warendorf dar.  Gemeinsames Ziel sollte es sein, hier eine Wertschöpfungskette aufzubauen, die zusätzliches Einkommen schafft. 


 

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