Springe zum Inhalt Springe zur Suche Springe zur Startseite

XVIII. Verwaltungsmodernisierung und Politische Entwicklung

In arbeitsorganisatorischer Hinsicht ging der Kreis Warendorf spätestens seit dem Umzug an die Waldenburger Straße fortschrittliche Wege. Die Reduzierung der Kosten und die Steigerung der Effizienz der Verwaltungsabläufe waren und sind ständig aktuelle Themen in der Kreisverwaltung. Rationalisierungseffekte stellten sich durch den Einsatz neuer Technologien ein. Seit Ende der 1980er Jahre wurden in den Ämtern sukzessive elektronische Systeme eingeführt.

 

Die angespannte Haushaltslage der Kommunen und der Anstieg der wahrzunehmenden Aufgaben führten in den 1990er Jahren zu zahlreichen verwaltungsinternen Organisationsuntersuchen und teilweise auch zur Umstrukturierung der Kreisverwaltung. So wurden beispielsweise die Dezernate III und V zum Dezernat III vereinigt und das Hauptamt mit dem Personalamt zusammengelegt.

 

Als Anwältin des grundgesetzlich verbürgten Gleichheitsgebots zwischen Mann und Frau gibt es seit dem 1. Januar 1989 eine Gleichstellungsbeauftragte bei der Kreisverwaltung. Ihre Einrichtung war wie die Frauen- und Gleichstellungspolitik allgemein eine ideologisch zwischen den Lagern und politischen Parteien heftig umstrittene Angelegenheit. Seit Oktober 1994 sind alle Kreise verpflichtet, hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen.

 

Bei den Kommunalwahlen 1999 werden erstmals in Nordrhein-Westfalen hauptamtliche Landräte und Bürgermeister gewählt. Sie treten an die Stelle der bisherigen „Kommunalen Doppelspitze“. Erster direkt gewählter Landrat des Kreises Warendorf wird der bisherige Oberkreisdirektor Dr. Wolfgang Kirsch.

 

 

Freie Wählergemeinschaft Beelen

FWG Werbeplakat [XVIII/1; KAW, S 3 Nr. 1898]

Seit Ende der 1980er Jahre etablierten sich zahlreiche Wählergemeinschaften in den Kommunen des Kreises.

 

Die Freie Wählergemeinschaft Beelen gründete sich im September 1969 und erreichte gleich bei der ersten Kommunalwahl 42 Prozent der Stimmen.

 

Zur Kommunalwahl im September 1979 trat die Partei mit dem Slogan „Leistung überzeugt“ an.

Kommunalwahl 1994

[XVIII/3]

Aufgrund der Verknüpfung der Kommunalwahl mit der Bundestagswahl war die Wahlbeteiligung mit 84,4 % sehr hoch.

 

Im neuen Kreistag waren vier Parteien vertreten, wobei sich das Kräfteverhältnis gegenüber der Wahlperiode 1989-1994 leicht zu Gunsten von SPD und Grünen verschob.

Wählergemeinschaft Kreis Warendorf (Kopie 1)

[XVIII/2; Glocke, Kreis Warendorf, 26.05.1997]

Im Mai 1997 schließen sich die Freien Wählergemeinschaften (FWG) im Kreis Warendorf zu einem Kreisverband zusammen, der Wählergemeinschaft Kreis Warendorf. 1998 entschließen sie sich, kreisweit aktiv zu werden. Bei der Kreistagswahl 1999 entfallen 5,4 % der Stimmen auf die Wählergemeinschaft des Kreises. Sie erhalten damit erstmals 3 Sitze im Kreistag. 

Kommunalwahl 1999

[XVIII/4]

Im Kreistag erreicht die CDU mit 55,7 % der Stimmen die absolute Mehrheit.

 

Erstmals sind nach ihrem Zusammenschluss auf Kreisebene die Freien Wähler im Kreistag mit drei Sitzen vertreten.

Gleichstellungsbeauftragte

(v.l.n.r.): Angelika Schmiele (1989-1991), Elfriede Voita (1993-1996), Anne Middendorf (1991-1993), Susanne Hassink (1996-1999) [XVIII/5; Kreis Warendorf, Medienzentrum]

Am 1. Januar 1989 wurde bei der Kreisverwaltung die Stelle „Aus- und Fortbildung/Gleichstellung von Frauen und Männern“ geschaffen. Im Bild die ersten vier Gleichstellungsbeauftragten des Kreises.

Erster direkt gewählter Landrat des Kreises

(v.l.n.r.): Susanne Festge (CDU), Franz-Josef Buschkamp (CDU), Landrat Dr. Kirsch (CDU) und Detlef Ommen (SPD) [XVIII/6; Kreis Warendorf, Pressestelle]

Die Kommunalwahlen 1999 markieren das Ende der kommunalen Doppelspitze in Nordrhein-Westfalen. Erster direkt gewählter Landrat des Kreises Warendorf wird Dr. Wolfgang Kirsch (CDU). Er setzt sich bereits im ersten Wahlgang mit 60,3 % der Stimmen gegen seinen Konkurrenten Karsten Koch (SPD) durch, auf den 28 % der abgegebenen Stimmen entfielen. Im Bild Landrat Dr. Kirsch mit seinen Stellvertretern.