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Anerkennung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag (AnFöVO)

Diese Angebote dienen der Anregung und Unterstützung von Pflegebedürftigen und der Entlastung pflegender Angehöriger.

Sie können beispielsweise eingesetzt werden für Unterstützung im Haushalt und bei Behördengängen/-korrespondenz, Begleitung zu Terminen oder Einzelbetreuung.

Seit dem 01.01.2017 ist der Kreis Warendorf für die Anerkennung von Unterstützungsangeboten im Alltag zuständig.

 

Die „Verordnung über die Anerkennung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag und Förderung der Weiterentwicklung der Versorgungsstruktur in Nordrhein-Westfalen“ (AnFöVO) löst die bisherige „Verordnung über niedrigschwellige Hilfe- und Betreuungsangebote für Pflegebedürftige“ (HBPfVO) ab. Damit verbunden sind wesentliche Änderungen auch im Antragsverfahren.

 

Den Verordnungstext einschließlich einer Begründung finden Sie unter dem Punkt 'Links'.

 

Wer kann einen Antrag auf die Anerkennung stellen?

  • Zugelassene Pflege- und Tagespflegeeinrichtungen mit Versorgungsvertrag (als Leistungsanbieter für Angebote zur Unterstützung im Alltag oder als Koordinierungsstelle für Einzelkräfte, die in einem unmittelbaren Beschäftigungsverhältnis mit der pflegebedürftigen Person stehen)
  • Sonstige Anbieter mit sozialversicherungspflichtig oder geringfügig Beschäftigten
  • Einzelkräfte, die ihre Leistung im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit oder eines unmittelbaren Beschäftigungsverhältnisses mit der pflegebedürftigen Person erbringen
  • Gemeinnützige Träger, die ehrenamtlich tätige Personen einsetzen
  • Personen oder Einrichtungen, die eine Basisqualifizierung anbieten
  • In Sonderfällen bürgerschaftlich engagierte Einzelpersonen, die durch die Pflegekasse anerkannt sind

Zu Konzeptfragen und für die Hilfestellung bei der Beantragung können Sie sich an das Demenz-Servicezentrum Region Münsterland wenden. Die Mitarbeiterin des Demenz-Servicezentrums Münsterland, Frau Steinbock, ist zuständig für den Kreis Warendorf. Sie ist unter der E-Mail-Adresse sonja.steinbock@demenz-service-muensterland.de oder direkt unter der Telefonnummer 0172 51 42 42 2 erreichbar.

Welche Voraussetzungen müssen die Anbieter erfüllen?

  • Das Angebot wird dauerhaft und regelmäßig angeboten
  • Zuverlässigkeit der leistungserbringenden Personen
  • Fachliche Qualifikation der Anbieter und leistungserbringenden Personen
  • Qualifikation der leistungserbringenden Personen
  • Fachkraft mit Aufsichts- und Anleitungsfunktion
  • Ausreichender Versicherungsschutz des Anbieters
  • Geringer organisatorischer und finanzieller Aufwand für die Betroffenen
  • Keine körperbezogenen Pflegemaßnahmen

Die Anbieter müssen beim Kreis Warendorf ein Leistungskonzept einreichen, das Aussagen enthalten muss zu…

  • Name- und Kontaktdaten des Anbieters
  • Zielgruppen und Inhalte des Leistungsangebotes
  • Regelmäßigkeit und Qualitätssicherung
  • bei Gruppenangeboten: Betreuungsschlüssel
  • Qualifikation der handelnden Personen
  • Sicherstellung einer fachlichen Anleitung sowie Schulungen
  • bestehende Kooperationen
  • Regelung bei Abwesenheit und Krankheitsvertretung
  • Regelungen zum Beschwerdemanagement

Außerdem müssen die Anbieter Angaben machen zu…

  • Aufgaben der Fachkraft
  • Sicherstellung einer fachlichen Anleitung
  • Kontinuierliche fachliche Begleitung und Unterstützung der leistungserbringenden Person
  • Sicherstellung einer angemessenen Schulung und Fortbildung

Angebot und Sicherstellung von regelmäßigen Praxistreffen, Teambesprechungen und Supervisionsmöglichkeiten

Welche bereits anerkannten Anbieter müssen erneut einen Antrag stellen? – Übergangsfristen

Anbieter von bereits anerkannten Betreuungsangeboten gemäß der alten Verordnung HBPFVO müssen keinen neuen Antrag stellen. Für sie gelten ab dem 1. Januar 2017 die Anforderungen nach der neuen Verordnung AnFöVO. Ab dem 31. März 2018 gilt deshalb die Pflicht zur Abgabe eines Tätigkeitsberichts. Details hierzu stehen in Paragraph 18 der AnFöVO (siehe unter Links und Downloads).

Für nachfolgende Anbieter gelten folgende Fristen und Veränderungen: 

  • Anbieter von anerkannten "niedrigschwelligen Entlastungsangeboten" können noch bis zum 30. Juni 2017 mit den Pflegekassen abrechenbare Leistungen anbieten. Damit eine Abrechnung auch später noch möglich ist, müssen Anbieter einen erneuten Antrag auf Anerkennung ihres Angebots stellen.
  • Anbieter von "Basisqualifizierungen" müssen künftig ihr Schulungskonzept vom Kreis Warendorf prüfen und anerkennen lassen. Ein Antrag auf Anerkennung des Konzepts ist bis zum 30. Juni 2017 zu stellen.
  • Einzelkräfte, die selber keine Fachkraft sind, und ihre Leistungen im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit oder eines unmittelbaren Beschäftigungsverhältnisses mit einem Anbieter mit Versorgungsvertrag erbringen, müssen bis zum Dezember 2018 eine ausreichende Qualifizierung nachweisen. Details finden sich in Paragraph 8 der AnFöVO (siehe unter Links und Downloads).

Kosten

Gebühren werden erhoben für

  • Antrag auf Anerkennung der Basisqualifikation
  • Antrag auf Anerkennung der Koordinierungsstelle (Bearbeitung des Erstantrags und Überprüfung der Dokumentation)
  • Bearbeitung der Anerkennungsanträge (Erstantrag und Änderungsantrag)
  • Antrag auf Ruhen/Widerruf der Anerkennung
  • Antrag auf Wiederaufnahme nach Wegfall des Hinderungsgrunds
  • Überprüfung der jährlichen Erklärungen
  • Überprüfung der Qualitätsanforderungen

Die Höhe der Gebühren hängen vom Einzelfall ab.

Rechtsgrundlagen

Verordnung über die Anerkennung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag und Förderung der Weiterentwicklung der Versorgungsstruktur in Nordrhein-Westfalen" (AnFöVO).

Ansprechperson:

 

Akin Sen

Kreis Warendorf

Der Landrat

Sozialamt

Prävention und Qualitätssicherung in der Pflege

Waldenburger Str. 2

48231 Warendorf

Tel.: 02581/53 5022

Fax: 02581/53 95022

Mail: Unterstuetzung-im-Alltag@kreis-warendorf.de

 


 

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