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Initiative „Zukunft der ärztlichen Versorgung im Kreis Warendorf“ will Medizinstudierende für Hausarztberuf begeistern

Den Startschuss für die Initiative „Zukunft der ärztlichen Versorgung im Kreis Warendorf“ gaben (v.l.): Dr. Norbert-Wolfang Müller, Petra Lummer (Gesundheitsamt), Dr. Hans Joachim Hilleke und Dr. Elke Rehfeldt (Leiterin Gesundheitsamt).

Nur noch wenige junge Ärztinnen und Ärzte lassen sich im ländlichen Raum als Hausarzt nieder. Sie bevorzugen häufig eher die Großstädte als das idyllische Landleben. Der Kreis Warendorf steht bei der ambulanten ärztlichen Versorgung im Vergleich zu anderen Kreisen in NRW noch vergleichsweise gut da. Dies belegen die Daten der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Doch die Altersstruktur der Ärzte bereitet Sorgen. Die Mitglieder der Kommunalen Gesundheitskonferenz sind sich einig  frühzeitig aktiv werden zu wollen. Deshalb wurde die Initiative „Zukunft der ärztlichen Versorgung im Kreis Warendorf“ ins Leben gerufen.


Die Kliniken im Kreis Warendorf, die Praxisnetze der Ärzte, der Ärzteverein Warendorf sowie die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe ziehen dabei an einem Strang. Die Idee für so eine Zukunfts-Initiative stammt aus dem Kreis Coesfeld.


„Ziel ist es, frühzeitig mit Medizinstudierenden sowie jungen Ärztinnen und Ärzten, die einen Bezug zur Region haben, in Kontakt zu treten, um sie auf die hochwertigen medizinischen Versorgungsangebote im Kreis hinzuweisen“, erklärt Dr. Norbert-Wolfgang Müller, ärztlicher Direktor vom St. Franziskus-Hospital Ahlen. Er ist einer der drei Sprecher der Initiative – ebenso wie Dr. Hans Joachim Hilleke, Vorsitzender des Praxisnetzes Warendorf.  „Diese jungen Leute kennen die Vorzüge des Kreises bereits aus der eigenen Kindheit und Jugend. Ihnen möchten wir zeigen, dass sie hier auf dem Lande hervorragende Chancen haben, den vielseitigen und abwechslungsreichen Arztberuf auszuüben“, so Dr. Hans Joachim Hilleke. Mit den angehenden Ärztinnen und Ärzten wolle man sich regelmäßig austauschen und ihnen interessante Informationen aus ihrer Heimat zukommen lassen.


Die fünfjährige Facharztweiterbildung zum Allgemeinmediziner findet sowohl im Krankenhaus als auch in der ambulanten hausärztlichen Versorgung statt. Die vier Akutkrankenhäuser im Kreis Warendorf in Ahlen, Beckum, Oelde und Warendorf bieten die Ausbildung zum Allgemeinmediziner an. „Anschließend bestehen sehr gute Chancen, sich in unserer Region niederzulassen“, verdeutlicht Dr. Norbert-Wolfgang Müller.

Die Arbeitsgruppe der Kommunalen Gesundheitskonferenz „Zukunft der ärztlichen Versorgung im Kreis Warendorf“ liefert Medizinstudierenden, Ärztinnen und Ärzten über einen E-Mail-Verteiler interessante Informationen insbesondere über die medizinischen Versorgungsangebote und über Termine für gemeinsame Treffen im Kreis Warendorf. Wer Interesse hat, wird um eine Anmeldung gebeten unter: aerzte.zukunft@kreis-warendorf.de Fragen dazu beantwortet Petra Lummer, Gesundheitsplanerin des Kreises Warendorf, Tel. 02581-53 5302


Der E-Mail-Verteiler richtet sich in erster Linie an Medizinstudierende und Studieninteressierte, die den Kreis Warendorf bereits kennen, weil sie einmal hier gewohnt haben oder immer noch hier wohnen. „Auch Medizinstudierende und angehende oder bereits praktizierende Ärztinnen und Ärzte, die noch nie im Kreis Warendorf waren, aber Interesse an Informationen haben, können sich anmelden“, erläutert Dr. Elke Rehfeldt, Leiterin des Gesundheitsamtes. Über diesen E-Mail-Verteiler werden künftig auch jährliche Treffen mit bereits im Kreis Warendorf aktiven Ärztinnen und Ärzten organisiert. Das erste Treffen findet im Juni im Marienhospital in Oelde statt.


Hintergrund: Kommunale Gesundheitskonferenz

Kommunale Gesundheitskonferenzen (KGK) gibt es in allen Kreisen und kreisfreien Städten in NRW. Die Mitglieder der KGK beraten gemeinsam Fragen der gesundheitlichen Versorgung auf örtlicher Ebene. Vertreter aus zuständigen Institutionen der gesundheitlichen Versorgung, der Gesundheitsförderung sowie Mitglieder aus dem Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit wirken mit. Das Gremium tagt einmal im Jahr.


 

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