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Stadtarchiv Sendenhorst im Blickpunkt / Kreisarchiv hat historische Unterlagen auch online zugänglich gemacht

Die Windmühle der Familie Wößmann in Sendenhorst.(KAW, S 05 Sendenhorst Nr. 36
Blick durch die Oststraße in Sendendhorst, um 1925. (KAW, S 05 Sendenhorst Nr. 58)
Das Rathaus von 1911. Auf dem Dach die Luftschutzsirene. Im Hintergrund das alte Gasthaus Suermann. In dem Haus vorne links war zeitweilig die örtliche Leitung der NSDAP untergebracht (im Volksmund „Braunes Haus“). Aufnahme um 1950. (KAW, S 05 Sendenhorst Nr. 108)

In der aktuellen Ausgabe seiner Reihe „Wiedervorlage“ macht das Kreisarchiv auf historische Unterlagen der Stadt Sendenhorst aufmerksam. Nach gut sechs Monaten ist es geschafft: Der gesamte, von der Stadt Sendenhorst dem Kreisarchiv anvertraute Bestand mit amtlichen Unterlagen der Jahre 1918 bis 1949, ist nun sortiert, „entgrätet“, gesäubert, umgebettet, durchgesehen, geordnet, verzeichnet und im Magazin an seinem vorgesehenen Platz geräumt.


Unter dem Titel „Wiedervorlage“ stellt das Kreisarchiv in regelmäßigen Abständen Unbekanntes, Merkwürdiges, Schönes oder Nachdenkliches aus seinen Beständen vor. Im Foyer des Kreishauses werden bis Mitte September aktuell ausgewählte Stücke der Stadt Sendenhorst in einer Vitrine ausgestellt. Insgesamt wurden 546 Archivguteinheiten aus der Zeit zwischen 1918 und 1949 aus dem städtischen Bestand ins Kreisarchiv eingearbeitet. Auch wenn die Unterlagen nur einen Zeitraum von 30 Jahren abdecken, dokumentieren sie doch die Verwaltungsarbeit der Stadtverwaltung Sendenhorst in all ihrer Vielfalt. Von der Abwicklung politischer Wahlen über Aktivitäten im Rahmen der Jugendfürsorge, der Krankenpflege im St. Josef Stift bis hin zu Kriegsflüchtlingen und der Fürsorge für Kriegsbeschädigte bietet der Bestand ein breites Spektrum an Themen.


Dabei ist es besonders interessant, dass der Bestand die unmittelbare Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, die Zeit der politischen Umbrüche in der so genannten Weimarer Republik, bis hin zur Machergreifung und Gleichschaltung, die NS-Zeit, den Zweiten  Weltkrieg und die Nachkriegszeit abdeckt. Diese Unterlagen belegen im Magazin des Kreisarchivs rund 16 Regalmeter.


Der Bestand steht zur Einsichtnahme im Lesesaal zur Verfügung. Das Findbuch ist auch online unter www.archive.nrw.de recherchierbar bzw. Opens external link in new windowhier (Direktlink) abrufbar.


Das Stadtarchiv Sendenhorst wurde bis 2010 ehrenamtlich von Hans-Günther Fascies aufgebaut und betreut. Die Neuverzeichnung dieses Bestandes greift auf diese Vorarbeiten zurück und erhält die von Hans-Günter Fascies angelegte Grundstruktur der Ordnung bei.


Die 13 Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf sind zur Führung eigener Stadt- und Gemeindearchive gesetzlich verpflichtet. Diese Aufgabe haben die Kommunen mit Ausnahme der Stadt Telgte an das Kreisarchiv delegiert. Die Unterlagen der Stadt Sendenhorst liegen erst seit dem Jahr 2010 im Kreisarchiv Warendorf, das seitdem die historischen Bestände des Stadtarchivs betreut und die fortlaufend nicht mehr benötigte Unterlagen aus der Stadtverwaltung in das Stadtarchiv Sendenhorst im Kreisarchiv übernimmt.

 

 


 

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