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IV. Der neue Kreistag konstituiert sich

Mit der Auflösung der Kreise Beckum und Warendorf mit Ablauf des Jahres 1974 ging auch das Mandat der Kreistagsabgeordneten zu Ende. Die Neuwahl der Abgeordneten für den Kreistag des neuen Kreises Warendorf fand am 4. Mai 1975 statt, zeitgleich mit der Landtagswahl und den Wahlen zu den Gemeindeparlamenten. Mit 88,5 % war die Wahlbeteiligung beeindruckend hoch.

 

Stärkste Fraktion im neuen Kreistag wurde die CDU, die 33 Abgeordnete stellte, die SPD konnte 19 Abgeordnete berufen, die FDP drei. Unter den 55 Kreistagsmitgliedern fanden sich nur drei Frauen.

 

In der konstituierenden Sitzung des Kreistags am 22. Mai 1975 in der Aula der Johann-Heinrich-Schmülling-Schule in Warendorf wird Josef Predeick (CDU) mit großer Mehrheit zum ersten Landrat des neuen Kreises Warendorf gewählt.

 

Das Amt des Oberkreisdirektors wird dem ehemaligen Oberkreisdirektor des Kreises Beckum, Winfried Schulte, einstimmig bei vier Enthaltungen übertragen. Sein Stellvertreter wird Kreisdirektor Dr. Friedrich Thöne.

 

Als eine seiner ersten Amtshandlungen bringt der neugewählte Oberkreisdirektor noch in derselben Sitzung den Entwurf der Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 1975 ein.

 

In seiner letzten Sitzung des Jahres 1975 beschließt der Kreistag auf seiner Sitzung im Sendenhorster Bürgerhaus eine neue Hauptsatzung für den Kreis Warendorf sowie die Hoheitszeichen des Kreises, Wappen, Flagge und Dienstsiegel.

 

 

Erste Sitzung des neuen Kreistags

[IV/1; Kreis Warendorf, Medienzentrum]

Konstituierende Sitzung des neugewählten Kreistags am 22. Mai 1975 in der Johann-Heinrich-Schmülling-Schule in Warendorf. Bis zum Bau des Sparkassen Forums finden die Kreistagssitzungen in den verschiedenen Städten und Gemeinden des Kreises statt.

 

Die Eröffnung der konstituierenden Sitzung des Kreistags am 22. Mai 1975 erfolgt durch den bisherigen Beauftragten für die Wahrnehmung der Aufgaben des Kreistags, des Kreisausschusses und des Landrats, Dr. Josef Höchst.

In einer längeren Ansprache verabschiedete er sich von den Delegierten und blickte auf den langen Prozess der kommunalen Neugliederung zurück.

Eröffnung der Kreistagssitzung durch den ehemaligen Landrat Dr. Josef Höchst

[IV/2; Kreis Warendorf, Medienzentrum]

Eröffnung der konstituierenden Sitzung des Kreistags am 22. Mai 1975 durch den bisherigen Beauftragten für die Wahrnehmung der Aufgaben des Kreistags, des Kreisausschusses und des Landrats, Dr. Josef Höchst.

 

In einer längeren Ansprache verabschiedete er sich von den Delegierten und blickte auf den langen Prozess der kommunalen Neugliederung zurück.

 

(vordere Reihe v.l.n.r. Hellmuth Schmeichel (Stadtdirektor der Stadt Warendorf), Anton Deiter (stellvertretender Bürgermeister der Stadt Warendorf), Beauftragter Dr. Josef Höchst, Oberkreisdirektor Winfried Schulte und Kreisdirektor Dr. Friedrich Thöne)

Wahl des Landrats

Landratswahl [IV/3; Kreis Warendorf, Medienzentrum]

Punkt 1 der umfangreichen Tagesordnung der ersten Sitzung des neugewählten Kreistags ist die Wahl und die Einführung des Landrats. 

Mehrheit für Josef Predeick

[IV/4; KAW, Kreis Warendorf P Nr. 1]

Unter der Leitung des Altersvorsitzenden Heinrich Hemfort wird in geheimer Wahl der Abgeordnete Josef Predeick (CDU) mit großer Mehrheit zum neuen Landrat des Kreises Warendorf gewählt.

Der Landrat und seine Stellvertreter

Leo Wolters (CDU) und Willi Berlitz (SPD) werden zum 1. bzw. 2. Stellvertreter gewählt, Hans Schoppmeyer (CDU) zum 3. Vertreter des Landrats (v.l.n.r.: Hans Schoppmeyer, Leo Wolters, Josef Predeick, Willi Berlitz). [IV/5; Kreis Warendorf, Medienzentrum]

Wappen des Kreises Warendorf

[IV/6; KAW, Kreis Warendorf P Nr. 3]

Am 18. Dezember 1975 beschließt der Kreistag auf seiner Sitzung im Sendenhorster Bürgerhaus das neue Wappen des Kreises Warendorf.

 

Aus drei Entwürfen wählt der Kreistag einstimmig diesen Entwurf, eine Kombination der Wappen der ehemaligen Kreise Beckum und Warendorf.

 

In Rot ein schräger goldener Wellenbalken, begleitet von je einer goldenen Rosette.

Die Farben Rot und Gold deuten auf die Farben des Fürstenbistums Münster hin, zu dem das Gebiet beider Kreise bis 1803 gehörte.

 

Der Wellenbalken aus dem Beckumer Kreiswappen weist auf den Wasserreichtum des Beckumer Hügellandes und auf seinen Hauptwasserlauf, Werse, hin. 

 

Die Sonnenräder (Rosetten) des alten Warendorfer Kreiswappens sind dem Familienwappen der Familie Vogt von Warendorpe entnommen.


 

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