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Conrad Schomaker

Kriegstagebuch Conrad Schomaker. (privat)

Conrad Schomaker aus Wadersloh (2. Ersatzbataillon Infanterie-Regiment 13) wurde bereits am 1. August 1914 eingezogen; er kehrte erst am 14. Dezember 1918 nach Hause zurück.

Sein Tagebuch beschreibt sehr sachlich für die Monate August bis November 1914 seine Teilnahme an der Schlacht um die Festung Verdun. Danach brechen seine Aufzeichnungen ab.

Die aufgeschlagene Passage beschreibt die schwere Zerstörung, die das deutsche Heer in den besetzten Gebieten angerichtet hat:

 

„Der folgende Marsch führte uns über Doncourt nach Jarny, das größtenteils zerschossen ist. Ein solches zerstörtes Dorf erweckt ein unheimliches Gefühl; in der ganzen Kolonne hörte man während des Durchmarsches kein Wort. Ein Segen, daß sich der Krieg nicht in unserer Heimat abspielt."

 

Heimatverein Wadersloh. (Gedenkbuch Nr. 362)

Und weiter schreibt er:

„Am 29.10. erreichten wir endlich die Feuerlinie. Wir kamen über Bouligny, Eton nach Etain, einer Stadt von 20.-25.000 Einwohner. Leider ist sie jetzt vollständig, aber auch vollständig, zum Schutthaufen geworden. Alle Einwohner geflüchtet.“

 

Im Folgenden berichtet Schomaker auch von Verbrechen an der französischen Zivilbevölkerung bereits im Herbst 1914. So erschoss das Militär offenbar für jeden durch einen französischen Heckenschützen getöteten deutschen Soldaten Geiseln aus der Zivilbevölkerung.

 

Das Bild des Conrad Schomaker (geb. am 05.01.1892) ist dem Gedenkbuch der Gefallenen und der Kriegsteilnehmer der Gemeinde Wadersloh entnommen.

Dun (Frankreich) Häuserruinen an der Maas

(Leihgabe Heimatverein Wadersloh)

Die deutsche Propaganda ließ viele Postkarten mit den Bildern zerstörter Städte und Dörfer drucken, um den Erfolg der deutschen Waffen zu dokumentieren.

Hier das zerstörte Dorf Dun in Frankreich.

 


 

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