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Interkulturelles Training für Kreis-Azubis jetzt Pflicht

Auszubildende der Kreisverwaltung lernten unter Anleitung von Dr. Hermann Hagemann, was sie beim Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen beachten müssen.

- Missverständnisse vermeiden / Kreis Warendorf hat Charta der Vielfalt unterzeichnet -


"Interkulturelle Kompetenz - ein Einstieg für Auszubildende!" - unter diesem Titel fand erstmals ein Interkulturelles Training für die Auszubildenden des Kreises Warendorf statt. Elf junge Menschen setzten sich unter Anleitung von Dr. Hermann Hagemann aus Münster zum Beispiel damit auseinander, wie im Kontakt zwischen der Verwaltung und Menschen verschiedener Kulturen Missverständnisse vermieden werden können.

 

"Etwa jeder fünfte Bürger im Kreis Warendorf hat einen Migrationshintergrund. Darauf müssen wir uns als Kreisverwaltung einstellen", begründete Landrat Dr. Olaf Gericke, warum eine solche Fortbildung jetzt Bestandteil der Ausbildung ist.

 

Der Kommunikationstrainer Dr. Hagemann verdeutlichte den Auszubildenden, dass die Körpersprache (Mimik - Gestik -Stimme) in anderen Kulturen vielfach ganz anders verwendet  wird als bei uns. Ein Beispiel: Ein Lächeln, in der westlichen Welt ein deutliches Signal von Zuneigung, gilt in der islamischen Welt, wenn es an Fremde adressiert ist, häufig als Zeichen von fehlendem Respekt. Die Seminarteilnehmer lernten zudem psychologische Techniken der Gesprächsführung für den interkulturellen Alltag und übten sie in Rollenspielen ein.

 

Der Kreis Warendorf hat sich im Rahmen seines Projektes "Einander kennen lernen" intensiv damit beschäftigt, in welchen Bereichen die Integration gut funktioniert und wo es Nachholbedarf gibt. Dabei rückte auch die Kreisverwaltung selbst in den Fokus. Die "Interkulturelle Öffnung" wurde als wichtige Aufgabe aller Einrichtungen und Dienste erkannt. Eine der mehr als 80 im Juli 2010 vom Kreistag verabschiedeten Handlungsempfehlungen war daher auch die Unterzeichnung der "Charta der Vielfalt". Diese Charta, die von über 600 Verwaltungen und Unternehmen unterzeichnet wurde, ist ein grundlegendes Bekenntnis zu Toleranz, Fairness und Wertschätzung von Menschen in Unternehmen und öffentlichen Institutionen.

 

Landrat Dr. Olaf Gericke, der die Charta im vergangenen Jahr unterzeichnet hat, setzt dabei einen klaren Schwerpunkt auf die interkulturelle Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mehrere Schulungen haben dazu bereits stattgefunden. Seit diesem Jahr ist das Thema "Interkulturelle Kompetenz" ein verbindlicher Bestandteil der Fortbildung für Führungskräfte und der Ausbildung. Weitere Maßnahmen sind in Vorbereitung -, wie die Bildung eines internen Fremdsprachen-Pools. Die unterschiedlichen Sprachkenntnisse der Kreisbeschäftigten können dabei z.B. für Übersetzungen genutzt werden.

 

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