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Gesprächsteilnehmer gaben viele Anregungen zur Integration in Beckum

In mehreren Gesprächsrunden ging es um das Thema Integration in Beckum.
Dafür, dass bei Kindern keine Langeweile aufkam, sorgte eine Schminkecke und andere Angebote.
"Body Control" – für die Breakdancer aus dem Jugendzentrum altes E-Werk war der Name Programm.
Die Anregungen zu verschiedenen Themenbereichen wurden auf Tafeln gesammelt.

Was läuft beim Zusammenleben der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen in Beckum gut? Was kann noch verbessert werden? Diese Fragen standen bei einer gemeinsamen Integrationskonferenz der Stadt und des Kreises Warendorf  im Mittelpunkt. Etwa100 Bürger mit und ohne Zuwanderungsgeschichte waren der Einladung ins Mütterzentrum gefolgt. Neben den Gesprächen bei Kaffee und Kuchen kam auch die Unterhaltung nicht zu kurz. Der Arbeitskreis "Gesellschaftliche Integration" der Stadt Beckum und der Kreis Warendorf hatten ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

"Wir setzen beim Integrationsbericht auf die breite Beteiligung der Bürger. Dabei geht es darum, mehr über die bestehenden Angebote und Defizite zu erfahren. Wir wollen kein Dokument für die Schublade erstellen, sondern konkrete Handlungsempfehlungen geben", sagte Kreisdirektor Dr. Heinz Börger, der die Veranstaltung gemeinsam mit dem stellvertretenden Bürgermeister Dr. Rudolf Grothues eröffnete. Die Leiterin des Mütterzentrums, Lisa Heese, hatte die Teilnehmer zuvor begrüßt.

 

Die Gruppen befassten sich mit den Themen:  "Sprache, Bildung und Erziehung", "Freizeit und Kultur" sowie "Generationen, Arbeit und Soziales". Die Ergebnisse fließen sowohl in das Integrationskonzept der Stadt Beckum als auch in die weitere Integrationsplanung des Kreises Warendorf ein. 

Für Begeisterung sorgten die Darbietungen im Rahmenprogramm. Die Breakdancer – eine Gruppe aus dem Jugendzentrum E-Werk – zeigten ebenso wie Folklore-Tanz und Musik aus der Türkei einen kleinen Teil der Vielfalt Beckums. Zu einem spontanen Auftritt entschloss sich ein Junge mit Migrationshintergrund, der dem Publikum eindrucksvoll bewies, dass er beim Beatboxen nur mit seinem Mundwerk die Wirkung eines ganzen Schlagzeugs erzielen kann. Spiel- und Bastelangebote stellten sicher, dass auch bei den Kleinsten keine Langeweile aufkam. Durch den Nachmittag führt Simone Reher von Radio Warendorf.

 

Die für das Integrationsprojekt zuständige Sozialplanerin Verena Schulte-Sienbeck, Ralf Holtstiege (Leiter des Kreisordnungsamtes) und Sozialplanerin Annika Lebek (Kreisjugendamt) sowie Herbert Essmeier (Fachbereichsleiter Jugend und Soziales bei der Stadt Beckum) Heinz Jürgen Meyer (Leiter des Fachdienstes Soziale Dienste bei der Stadt) und Michael Sternberg (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) standen als Moderatoren in den Gesprächsrunden zur Verfügung. "Viele der etwa 60 Teilnehmer an den Gruppen haben engagiert mitgemacht und in den Gesprächen wertvolle Anregungen gegeben – zum Beispiel, dass es mehr gezielte Freizeitangebote für alle Bevölkerungsgruppen geben müsse", berichtete Integrationsplanerin Verena Schulte-Sienbeck. "Sprache und Bildung sind die zentralen Themen",  ergänzte Kreisdirektor Dr. Heinz Börger, als er die Gesprächsergebnisse der Gruppen zusammenfasste.

 

 Eine gezielte Sprachförderung müsse deshalb bereits im Kindergarten beginnen. Schon in der Planungsphase habe der Kreis das FIT-Projekt (Frühkindliches Integrationstraining) auf die Beine gestellt. Dabei geht es um eine gezielte Sprachförderung im Kindergarten und in den ersten Klassen der Grundschule. Ergänzt werden soll das Projekt 2010 durch den Förderunterricht für Schüler mit Migrationshintergrund an weiterführenden Schulen. Mit Unterstützung der Stiftung Mercator in Essen kann der Kreis erstmals im Münsterland ein solches Angebot machen. Lehramtsstudierende erteilen zweimal in der Woche nachmittags Förderunterricht in Kleingruppen von 3 bis 6 Schülern.

 

 

 


 

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