Springe zum Inhalt Springe zur Suche Springe zur Startseite

Antennen für Menschen aus anderen Kulturen

Landrat Dr. Olaf Gericke (r.), Personaldezernent Dr. Stefan Funke (l.) und VHS-Direktor Rolf Zurbrüggen (2.v.l.) gratulierten 15 Mitarbeiterinnen der Kreisverwaltung zur erfolgreichen Teilnahme an der Seminarreihe„Interkulturelle Kompetenz im Verwaltungshandeln“. Mit im Bild die Trainer Meinolf Remmert und Suse Düring-Hesse (2.v.r.).

- Interkulturelle Kompetenz in der Verwaltung immer wichtiger / Landrat überreichte 15 Kreismitarbeiterinnen Zertifikate -

 

„Wir stoßen Menschen aus anderen Kulturen schnell vor den Kopf, wenn wir keine Antennen dafür entwickeln, wie unser Handeln bei ihnen ankommt.“ Landrat Dr. Olaf Gericke sprach damit einen wichtigen Grund an, warum 15 Mitarbeiter aus verschiedenen Ämtern der Kreisverwaltung an der Seminarreihe „Interkulturelle Kompetenz im Verwaltungshandeln“ teilnahmen. „Dieses Training ist ein wichtiges Signal“, sagte der Landrat, bevor er die Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme aushändigte. Es gehe darum, Missverständnisse zu vermeiden und nicht unnötig in Fettnäpfchen zu treten.  Einander kennen lernen – dieses Motto des Integrationsprozesses sei nicht zufällig gewählt und gelte auch für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung, betonte Dr. Gericke.

 

"Die Wahrnehmung auch für das eigene Verhalten ist jetzt deutlich ausgeprägter", meinte Claudia Levers aus dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien. Sie sei jetzt hellhöriger geworden und habe gelernt, sich selbst aus der Perspektive von Menschen mit anderen kulturellen Hintergründen zu sehen – bezeichnete eine andere Mitarbeiterin der Kreisverwaltung das wichtigste Ergebnis der Fortbildung. "Davon lässt sich im beruflichen Alltag vieles umsetzen", lautete nach insgesamt acht Kurstagen der einhellige Tenor der Teilnehmerinnen.  

 

Die eigene Kultur besser zu verstehen und gleichzeitig offener für andere zu werden – darum ging es in vielen praktischen Übungen.  Auch Konflikte aus der Praxis kamen immer wieder zur Sprache. Das Training sollte dazu beitragen, dass sich Menschen anderer Herkunft von der Verwaltung nicht missverstanden fühlen.  Die Teilnehmer arbeiten bei der Kreisverwaltung im Ordnungsamt, im  Straßenverkehrsamt, im Jugendamt, im Sozialamt sowie im Schulamt. Sie haben in der Verwaltung viele Bürgerkontakte und dabei oft mit Zuwanderern zu tun – sei es im Ausländerwesen des Ordnungsamtes oder als Sekretärin an einem der Berufskollegs des Kreises. Begeistert vom guten Teamgeist der Gruppe zeigte sich Meinolf Remmert, der zusammen mit Suse Düring-Hesse den Kurs leitete.

 

„Wir freuen uns, dass wir zum ersten Mal dieses Angebot für Verwaltungsmitarbeiter machen konnten“, sagte VHS-Direktor Rolf Zurbrüggen. Integration sei ein „Mega-Thema“, das in den nächsten Jahren auch für die öffentliche Verwaltung eine immer größere Rolle spielen werde. "Bei der Personalentwicklung wird die interkulturelle Kompetenz immer wichtiger", sagte der Personaldezernent des Kreises, Dr. Stefan Funke. Deshalb seien auch weitere Schulungsmaßnahmen vorgesehen.

 

„Es war sehr gut, dass jeweils einige Wochen zwischen den ersten beiden Seminartagen im Dezember und den weiteren Terminen lagen. So bestand Gelegenheit, die neuen Anstöße im Verwaltungsalltag anzuwenden und an die Kollegen weiterzugeben“, berichtet Verena Schulte-Sienbeck. Die Sozialplanerin kümmert sich beim Kreis um das Thema Integration.

 

Der Kreis Warendorf hat eine umfassende Bestandsaufnahme der Lebenswelt von Zuwanderern durchgeführt und damit die Basis für den weiteren Integrationsprozess bis 2010 geschaffen. Der Ergebnisbericht der ersten Projektphase ist ab sofort im Internet nachzulesen.

 


 

#16726