Was ist ein Weg- bzw. Feldrain?

Weg- und Feldraine sind Saumstrukturen mit vorwiegend Gras- und Krautvegetation entlang  von  Wirtschaftswegen oder landwirtschaftlich genutzten Flächen, die oft im öffentlichen Eigentum stehen.

Die Pflege obliegt dann grundsätzlich den Kommunen, wobei die Verkehrssicherungspflicht zu beachten ist.

Wegraine erstrecken sich über unzählige Kilometer entlang unseres weit verzweigten Straßen- und Feldwegenetzes und sind ein wertvolles Element der Münsterländer Parklandschaft.

Raine sind wichtige Landschaftselemente mit einer hohen Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. Die unterschiedlichen Ausprägungen dieser Raine stellen für verschiedene Tier- und Pflanzenarten wie Vögel, Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Heuschrecken, Käfer und Spinnen einen vielseitigen Nahrungs- und Lebensraum dar.

Ein blütenreicher, summender Wegrain steigert den Erlebniswert der Landschaft und erfreut Wanderer und Radfahrer.

 

 

Wussten Sie schon?

Der Erhalt und eine naturschutzgerechte Pflege von Weg- und Feldrainen ermöglichen,

  • dass sich artenreiche Pflanzenbestände mit einem möglichst hohen Potenzial an Blütenpflanzen entwickeln können,
  • dass in einer Vegetationsperiode ein möglichst langes Blütenangebot besteht,
  • dass sich mehr Insekten wie z. B. Wildbienen ansiedeln und somit die Bestäubung von Wild- und Ackerpflanzen gefördert wird,
  • dass Vögel und Niederwild in diesem Lebensraum geeignete Brutplätze, genügend Nahrung und Möglichkeiten zur Deckung finden.
  • dass eine Biotopvernetzung wichtiger Lebensräume in der Agrarlandschaft geschaffen wird.

 

 

Richtige Pflege – aber wie?

Mähen oder Mulchen der Weg- und Feldraine soll erst nach dem 15. Juni erfolgen. Noch besser wäre ein Mahd-/Mulchvorgang ab dem 15. Juli. Damit vermeiden Sie eine Störung während der Brutperiode. Idealerweise wird die Pflege in einem Mähmosaik durchgeführt, bei dem immer wieder Abschnitte stehen gelassen werden. Der Abtransport des Mahdgutes wirkt sich zudem positiv auf die Artenvielfalt aus.

Eine ein- bis maximal zweimalige Schnittmaßnahme im Jahr ist völlig ausreichend.

Wenn das Mähen oder Mulchen erstmalig ab Mitte Juli erfolgt, sollte diesem Vorgang kein weiterer folgen.

Balken- und Kreiselmäher ermöglichen eine schonendere Mahd als Mulcher. Die Schnitthöhe sollte 10 cm nicht unterschreiten. Damit ermöglichen Sie zahlreichen Kleintieren am Boden das Mähen unbeschadet zu überstehen. Problemkräuter sollten frühzeitig beachtet werden.

Ansprechpartner

Untere Naturschutzbehörde

 

Daniela Puppe

Tel. 02581 536130

Daniela.Puppe@kreis-warendorf.de

 

Ingobert Rex

Tel. 02581 536136

Ingobert.Rex@kreis-warendorf.de




Kontakt und Anfahrt

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Waldenburger Straße 2
48231 Warendorf

 

Telefon: 02581 53-0
Fax: 02581 53-1099
verwaltung(at)kreis-warendorf.de

 

Allgemeine Öffnungszeiten der Verwaltung

Montag-Donnerstag: 8.00 - 16.00 Uhr

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Für die Zulassungsstellen in Beckum und Warendorf, die Führerscheinstelle sowie das Bauamt und für Ausländerangelegenheiten gelten abweichende Öffnungszeiten, die Sie hier nachlesen können.

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