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„Perspektivwerkstatt lernen-wohnen-arbeiten“: NRW-Schulministerin besucht Schülerinnen und Schüler im Kreis Warendorf - Landrat Dr. Olaf Gericke begrüßt Sylvia Löhrmann

Unter dem Motto „So leben wir im Kreis Warendorf – Heute und in Zukunft“ diskutierten 31 Schülerinnen und Schüler aus den Bereichen Grundschule, Gesamtschule und Gymnasium im Kreis Warendorf mit Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer Perspektivwerkstatt. Die NRW-Ministerin wurde von Landrat Dr. Olaf Gericke begrüßt.

Wie kann ich gut lernen? Was ist Arbeit für uns, und was versprechen wir uns davon? Wie sieht ein gutes und gelungenes Leben aus? Diese und weitere Fragen unter dem Motto  „So leben wir im Kreis Warendorf – Heute und in Zukunft“ diskutierten 31 Schülerinnen und Schüler aus den Bereichen Grundschule, Gesamtschule und Gymnasium im Kreis Warendorf mit Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer Perspektivwerkstatt. Diese fand jetzt in der Landvolks-Hochschule im Warendorfer Stadtteil Freckenhorst statt. Die NRW-Ministerin wurde von Landrat Dr. Olaf Gericke begrüßt. Ziel der Perspektivwerkstatt ist es, jungen Menschen in der Region eine Stimme zu geben, um ihre Sicht auf ihre aktuellen Lebensumstände sowie ihre Erwartungen und Wünsche im Hinblick auf Bildung, Arbeit, Freizeitgestaltung und Familie zu äußern.

 

„Für mich sind Lernen, Wohnen und Arbeiten zentrale Themen: Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Ort des Zusammenlebens, an dem auf das Leben vorbereitet wird“, so Schulministerin Sylvia Löhrmann.

 

Landrat Dr. Olaf Gericke: „Für die Gestaltung und Entwicklung unserer Region ist es vor allem wichtig, den jungen Leuten zuzuhören. Sie bestimmen im Wesentlichen die Zukunft und sorgen dafür, dass unser Kreis auch langfristig ein lebenswerter Ort bleibt.“

 

Die Schülerinnen und Schüler sprachen in drei Gesprächsrunden mit der Ministerin und teilten offen ihre Gedanken, Erfahrungen und Ideen mit.

 

Die erste Runde bot Schülerinnen und Schülern der Franz-von-Assisi-Grundschule im Alter von sieben bis zehn Jahren die Gelegenheit, aus ihrer Perspektive zu erzählen. Alle Kinder waren sich einig darüber, gern in Ostbevern zu wohnen und möglichst auch zukünftig dort ihren Lebendmittelpunkt haben zu wollen. Sie äußerten sich sowohl über ihre Schule als auch die Freizeitmöglichkeiten.

Bezüglich ihrer Zukunftsperspektiven stand bei den Schülerinnen und Schülern vor allem das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Mittelpunkt. Auch die Frage, ob Sie demnächst einen Arbeitsplatz finden würden, der es ihnen ermöglichen würde, in Ostbevern zu bleiben, beschäftigte sie.

 

Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Warendorf stellten in der zweiten Gesprächsrunde Zufriedenheit als Ziel in einem zukünftigen Beruf in den Mittelpunkt. Deshalb wünschten sie sich als Grundlage für die richtige Berufswahl noch mehr Berufsfelderkundungen, die auch schon vor der achten Klasse ansetzen sollten. Leider sei ihre Freizeit durch die inzwischen sehr umfangreichen Schulzeiten eingeschränkt. Diese Zeit fehle ihnen beispielsweise bei sportlichen Aktivitäten, vor allem im Vereinssport.

 

Auch die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Laurentianum teilten der Ministerin ihre Perspektiven mit. Für sie machte vor allem die ausgeprägte Vereinskultur und der starke Gemeinsinn, besonders in kleineren Orten und Ortsteilen, das Leben im Kreis Warendorf lebenswert. Jedoch stellten sie auch ganz klar heraus, dass ihnen Lernzeit fehle, um Unterrichtsstoff ausreichend nacharbeiten zu können und für Leistungsüberprüfungen gut vorbereitet zu sein. In diesem Zusammenhang sei es sicher sinnvoll, jungen Menschen die Wahl zu lassen, ob sie das Abitur nach acht oder erst nach neun Jahren am Gymnasium erwerben möchten.

 

Die Meinungen und Vorschläge, die die Schülerinnen und Schüler äußerten, wurden auch von Landrat Dr. Gericke und Ostbeverns Bürgermeister Wolfgang Annen mit viel Wohlwollen aufgenommen.

 

„Über die Zukunft haben wir uns hier im Kreis Warendorf schon früh gekümmert und Bürgerinnen und Bürger des Kreises - Jung und Alt - dazu befragt. Auf der Basis haben wir das Kreisentwicklungsprogramm 2030 an den Start gebracht. Darin sind viele Ideen und konkrete Maßnahmen enthalten, die sich auch schon in der Umsetzung befinden“, hebt Dr. Gericke die frühen Bestrebungen hervor, die die Region weiterhin auf einen zukunftsfähigen Kurs halten sollen.

 

Ministerin Löhrmann zog ein positives Fazit der Perspektivwerkstatt: „Unser Austausch hat gezeigt, dass sich die Kinder und Jugendlichen mehr Flexibilität im Umgang mit ihrer Lernzeit wünschen und wir die Einbeziehung von ihnen in politische Entscheidungen noch systematischer umsetzen müssen. Veränderungen brauchen Zeit, aber wir sind auf dem Weg.“


 

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