Springe zum Inhalt Springe zur Suche Springe zur Startseite

Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte

Schule und Kindertageseinrichtung, Sprachförderung und Integrationskurse, Aus- und Weiterbildung, Anerkennung von Abschlüssen  – Integration durch Bildung ist eine Querschnittsaufgabe und kann nur durch eine gute Koordination gelingen.

Die Bildungskoordinatoren erfassen alle Bildungsangebote, die den Neuzugewanderten offenstehen. Sie haben die gesamte Bildungsbiographie im Blick, können unversorgte Gruppen identifizieren und Impulse zur Entwicklung neuer Bildungsangebote geben.

 

Dabei sind sie zentrale Ansprechpartner für Fachkräfte und Multiplikatoren rund ums Thema „Zuwanderung und Bildung“.

 

Die beiden Stellen zur „Kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ sind zum 01. November 2016 und zunächst für zwei Jahre eingerichtet worden.

 

Gefördert werden die Stellen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

 

 

 

Rückblick: Bildungskoordinatoren und Schulaufsicht laden Grundschulen zum bundesweiten Vorlesetag ins Kreishaus ein!

Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, verfügen über einen deutlich größeren Wortschatz als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung, haben im Schnitt bessere Noten und später mehr Spaß am Selbstlesen und im Umgang mit Texten. Das sind die Ergebnisse verschiedener Studien zum Vorlesen.

 

Um die Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen, hat das Schulamt des Kreises deshalb in diesem Jahr beschlossen, ebenfalls am bundesweiten Vorlesetag teilzunehmen.

 

Drei Grundschulen aus Warendorf sind am 17.11.2017 der gemeinsamen Einladung der Bildungskoordinatoren für Neuzugewanderte und der Schulaufsicht gerne gefolgt.

 

Schulamtsdirektorin Karin Sannwaldt-Hanke machte den Auftakt und las die Geschichte „Suppe, satt, es war einmal“ rund um das kleine Mädchen Mathilda.

In einer weit zurückliegenden Zeit lebt Mathilda mit ihrer Mutter in einem Dorf mitten im tiefsten Wald. Eines Tages muss die Mutter zu einer weiten Reise aufbrechen. Mathilda bleibt alleine im Haus und hat die Verantwortung für die Hühner und Ziegen der kleinen Familie. Denn im Wald leben Wölfe und von denen erzählt man sich, dass sie, wenn sie hungrig sind, zu den Häusern kommen, um ihren Hunger zu stillen. Kaum ist die Mutter weg, fangen die Wölfe an zu heulen. Doch statt die Tür verschlossen zu halten, lässt Mathilda nicht einen, sondern gleich alle Wölfe ins Haus… Mit ihrer klugen und mitfühlenden Art, ausreichender Nahrung und einigen Geschichten aus vergangener Zeit gelingt es dem Mädchen schließlich, die Wölfe zu zähmen, diesen ein Obdach zu bieten und damit auch die Gefahr für sich und die anderen Dorfbewohner zu bannen.

 

Die Bildungskoordinatoren Matthias Niemann und Mareike Beer sowie Bildungsplanerin Juljana Berghammer lasen einer weiteren Klasse den „Grüffelo“ vor. Hauptfigur dieser Geschichte ist eine kleine und überaus pfiffige Maus. Die spaziert durch einen Wald, in dem viele Raubtiere lauern. Zuhauf erhält sie zweideutige Essenseinladungen durch ihre Fressfeinde. Jedes Mal lehnt die Maus höflich ab – sie sei bereits mit dem „Grüffelo“ verabredet…

Die 2005 erstmals in Deutschland erschienene Geschichte hat sich mittlerweile zu einem echten Kinderbuchklassiker entwickelt – mit Mut und Kreativität, Wortwitz und Klugheit meistert die kleine Maus das schwierige Überleben im Wald elegant.

 

Des weiteren zogen die Geschichte vom „Löwen, der nicht schreiben konnte“ sowie eine Erzählung über das Kochen einer besonders guten „Steinsuppe“ die Kinder der Jahrgangsstufen 1-3 in ihren Bann.

 

Hintergrund:

Immer am dritten Freitag im November rufen die Wochenzeitung DIE ZEIT, die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung zum bundesweiten Vorlesetag auf. Ziel ist es, Kinder für das Lesen zu begeistern, ihren Wortschatz zu erweitern und ihr Interesse für Bücher zu wecken.

 

 

Flyer und Broschüren sowie Zeit für Information und Austausch boten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schulamtes des Kreises Warendorf. v.l.n.r.: Roland Stefani (KI), Diler Senol-Kocaman (KI), Matthias Niemann (Bildungskoordination), Tanja Belov (KI), Mareike Beer (Bildungskoordination), Vivien Münstermann (KI)

Rückblick: „Ahlen zeigt Flagge - Fest der Kulturen 2017“ mit den Bildungskoordinatoren und dem Kommunalen Integrationszentrum (KI)

Auf der von der Innosozial gGmbH organisierten Veranstaltung in Ahlen zeigte auch der Kreis Warendorf Präsenz.

Mit einem gemeinsamen Stand beteiligten sich am Sonntag, 2.7.17 auch die Bildungskoordinatoren und das Kommunale Integrationszentrum - beide dem Schulamt des Kreises Warendorf zugehörig - an diesem Fest der Kulturen.

Gute Gespräche und der Austausch mit Netzwerkpartnern und anderen Akteuren standen dabei im Vordergrund.

 

 

 

Rückblick: Bildungswege für junge Zuwanderer 16+, 31.03.2017

Wie können Neuzugewanderte Abitur machen? Welche Möglichkeiten individueller Förderung in der Schule gibt es? Um diese und andere Fragen ging es bei der Veranstaltung „Bildungswege für junge Zuwanderer 16+“. Rund 100 Menschen aus den Berufsfeldern Bildung und Schule, Integration und Migration, außerschulische Bildungsarbeit und Verwaltung nahmen daran der  Veranstaltet wurde der Tag auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde durch die Bildungskoordinatoren für Neuzugewanderte des Kreises Warendorf.

In vier Vorträgen wurden dem Fachpublikum wesentliche formale Bildungsangebote vorgestellt:

 

  • Internationale Förderklasse (IFK) an den Berufskollegs in Ahlen, Beckum und Warendorf durch die Lehrerinnen Lena Wekeiser, Carolin Herbst und Ulrike Schönholz
  • Integrationskurs und Jugendintegrationskurs durch den Regionalkoordinator des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Hubert Becker-Hardt
  • Beratungs- und Bildungsangebote der Bundesagentur für Arbeit durch die Teamleiterin der Berufsberatung Kristina Minor
  • Angebote und Fördermöglichkeiten des Jobcenters durch den Teamleiter des U25-Teams Dr. Matthias Peilert

 

Die vielen individuellen Fragen, Anliegen und Wünsche konnten im Anschluss bei einem offenen „Markt der Institutionen“ mit vielen weiteren Akteuren aus dem gesamten Kreisgebiet erörtert und geklärt werden.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Schulamt des Kreises sowie Lena Wekeiser vom Berufskolleg Ahlen beantworten die drängendsten Fragen aus dem Plenum im letzten Teil der Veranstaltung, die von Dr. Mario Roland von der Transferagentur NRW moderiert wurde.

Die Fachveranstaltung hat gezeigt, wie vielfältig die Bildungslandschaft im Kreis Warendorf auch für die Neuzugewanderten ist. Denn: Bildungs- und Beratungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen sind fast flächendeckend vorhanden – es sollte aber nicht dem Zufall überlassen werden, dass Neuzugewanderte und die sie begleitenden und beratenden Fachkräfte oder Ehrenamtliche mit ihnen in Berührung kommen! Deshalb sind eine gute Vernetzung der einzelnen Akteure untereinander sowie  die Weitergabe von Informationen an alle Beteiligten unumgänglich.

Das Begleitheft zu der Veranstaltung mit einer Auflistung der Bildungs- und Beratungsangebote im Kreis Warendorf finden Sie im Downloadbereich.


 

#32357