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Zweite Arbeitsmarktkonferenz für Wadersloher Unternehmen stand unter dem Motto „Potentiale nutzen“

Zur zweiten lokalen Arbeitsmarktkonferenz des Jobcenters Kreis Warendorf und der Gemeinde begrüßten Landrat Dr. Olaf Gericke und Bürgermeister Christian Thegelkamp zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen aus Wadersloh, die mit den Arbeitsvermittlern des Jobcenters ins Gespräch kamen.

Vertreterinnen und Vertreter von 27 Unternehmen begrüßten Landrat Dr. Olaf Gericke und Bürgermeister Christian Thegelkamp zur zweiten Arbeitsmarktkonferenz im Rathaus der Gemeinde Wadersloh. Sie waren der Einladung des Jobcenters Kreis Warendorf und der Gemeinde Wadersloh gefolgt. Schwerpunkte der Konferenz waren – unter dem Motto „Potentiale nutzen“ – das zum 1 Januar 2019 eingeführte Teilhabechancengesetz und daneben Fördermöglichkeiten zur Vorbereitung von Ausbildungen. An der Veranstaltung nahmen auch die Sozialdezernentin des Kreises Warendorf, Brigitte Klausmeier, der Amtsleiter des Jobcenters, Dr. Ansgar Seidel, der Arbeitgeberservice des Jobcenters mit der Leiterin Silke Smotzok sowie die kommunale Wirtschaftsförderin Birgitt Stolz teil.

 

Bürgermeister Christian Thegelkamp betonte die sehr gute wirtschaftliche Lage und die damit verbundene Herausforderung für die Unternehmen, Personal zu rekrutieren. „Die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft tragen dabei aber auch die Verantwortung für die Integration  von Flüchtlingen“, so Thegelkamp.

 

Landrat Dr. Olaf Gericke hob die Bedeutung des Jobcenters hervor. „Nicht allen Unternehmen ist bekannt, welche Rolle der Kreis in der Arbeits- und Ausbildungsvermittlung spielt“, so der Landrat. „Die Agentur für Arbeit kennt jeder, aber dass das Jobcenter als Amt der Kreisverwaltung seit über sieben Jahren die Langzeitarbeitslosen betreut, für etwa 17.000 Menschen im Kreis Warendorf den Lebensunterhalt sicherstellt, ist längst nicht allen bekannt“, erläuterte der Landrat den Unternehmensvertretern.

 

Hieran knüpfte Dr. Ansgar Seidel an und machte nochmals den Unterschied zwischen der Arbeitsagentur und dem Jobcenter deutlich das in der Region tief verwurzelt sei. Anschließend stellte er den Unternehmen das neue Teilhabechancengesetz vor:

 

Für sehr arbeitsmarktferne Menschen wird mit dem neuen § 16i SGB II das Instrument "Teilhabe am Arbeitsmarkt" eingeführt. Dieses Instrument richtet sich an Personen, die über 25 Jahre alt sind, für mindestens sechs Jahre in den letzten sieben Jahren Arbeitslosengeld II bezogen haben. Abweichend können erwerbsfähige Personen, die in den letzten fünf Jahren Leistungen nach dem SGB II erhalten haben, gefördert werden, wenn diese in einer Bedarfsgemeinschaft mit mindestens einem minderjährigen Kind leben oder schwerbehindert sind. Damit die genannten Personengruppen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben, erhalten einstellende Unternehmen einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt – in den ersten beiden Jahren in Höhe von 100 Prozent. In jedem weiteren Jahr verringert sich der Zuschuss um 10 Prozent. Die Förderung dauert maximal fünf Jahre. Förderfähig sind sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse in der Wirtschaft, in sozialen Einrichtungen oder bei Kommunen. Zudem können erforderliche Qualifizierungen finanziert werden.

 

Im Rahmen der Förderung erfolgt eine ganzheitliche beschäftigungsbegleitende Betreuung. Das sogenannte „Coaching“ unterstützt die ehemaligen Langzeitarbeitslosen dabei, im Berufsleben wieder Fuß zu fassen und das Arbeitsverhältnis zu stabilisieren. Der Jobcenter-Leiter ermutigte die anwesenden Unternehmer ausdrücklich, die mit dem neuen Gesetz verbundenen Chancen zum Wohle von Unternehmen und Leistungsberechtigten zu nutzen, denn so Dr. Seidel: „Jeder Versuch steigert die Chancen auf Erfolg!“

 

Nach dieser Einführung folgten an fünf Tischen, die nach Branchen aufgeteilt waren, Gesprächsrunden mit den Vertretern des Jobcenters, in denen u.a. Kurzprofile von Langezeitarbeitslosen vorgestellt wurden. Die Unternehmen zeigten sich an den neuen Fördermöglichkeiten sehr interessiert, waren sich aber einig, dass hierdurch keine Fachkraft ersetzt werden könne.

 

Um die Fördermöglichkeiten durch Einstiegsqualifizierung zur Vorbereitung auf Ausbildungen möglichst praktisch darzustellen, schilderten anschließend Christian Schlieper von der Kfz-Meisterwerkstatt Schlieper und sein Auszubildender Hemin Salihi sehr anschaulich ihre guten Erfahrungen mit diesem Instrument und der Zusammenarbeit mit dem  Jobcenter.

 

Landrat Dr. Olaf Gericke zog ein positives Fazit der Veranstaltung. Sie sei ein guter Beitrag dazu, dass die Firmen ihren Ansprechpartner im Jobcenter persönlich kennengelernt haben und wissen, an wen Sie sich zukünftig wenden können.

 

Beim abschließenden Imbiss wurden die Diskussionen und Fachgespräche in lockerer Runde fortgeführt.

 

 


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