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„WarendorferWertekoffer“ – ein Projekt zur Wertevermittlung und Vorbeugung gegen sexualisierte Gewalt

Präventionsmaterialen für den WarendorferWertekoffer sichten (v.l.): Gabriele van Stephaudt (Frauen helfen Frauen Beckum, Frauenberatungsstelle), Hannah Manchen (Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Caritasverbandes Ahlen), Sonja Kienzle (Mütterzentrum Beckum, Wohngruppenarbeit mit jungen Geflüchteten), Gabriele Wessel (Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Kreis WAF), Christa Kortenbrede (Beratungsstelle Grenzbewusst – Fachstelle gegen sexueller Missbrauch des Caritasverbandes Ahlen), Christina Bosch dos Santos (Amt für Kinder, Jugendliche und Familien/ Schulsozialarbeit), Bela Judith Bartels (Innosozial/ Beratungsstelle varia), Stephanie Herrera Riekens (Jugendzentrum Sendenhorst) sowie Ulrike Klemann und Kaniwar Majid (Fachdienst für Integration und Migration des Caritasverbands Warendorf).

Gemeinsam entwickeln Jugendhilfefachkräfte aus dem Kreis Warendorf zurzeit ein Programm, das Jugendliche zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Werten bringen und das gegen sexualisierte Gewalt vorbeugen soll. Ergänzend zu den bereits bestehenden Angeboten für geflüchtete junge Menschen und ihre Familien ist das Projekt „WarendorferWertekoffer“ ein weiterer Baustein der Integrations- und Präventionsarbeit im Kreis. Es ist eingebettet in die kommunalen Gesamtkonzepte der Jugendhilfeplanung und des „Handlungskonzeptes für den Umgang mit geflüchteten Menschen“.

 

Das Land NRW stellt auf Antrag des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf mit dem Landesprogramm „Wertevermittlung und Prävention sexualisierter Gewalt in der und durch die Jugendhilfe“ Fördermittel bereit.

 

Als Projektleitung kümmert sich Gabriele Wessel, Jugendpflegerin des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien, um die organisatorische Steuerung. Mit der fachspezifischen Projektplanung und inhaltlichen Umsetzung wurde die Fachstelle GrenzBewusst des Caritasverbandes für das Dekanat Ahlen e.V. beauftragt. Sie ist regionale Anlaufstelle bei sexuell grenzverletzendem Verhalten.

 

„In der Arbeit mit geflüchteten wie nicht-geflüchteten jungen Menschen spielt die Diskussion und Aushandlung von Werten häufig eine zentrale Rolle, weil diese elementarer Bestandteil des sozialen Miteinanders sind“ erklärt Robert Stamner von GrenzBewusst. „Mit dem „WarendorferWertekoffer“ wird ein nachhaltiges Programm geschaffen, das als Schulungskoffer zur Verfügung steht.“ Die Methoden und Medien des Koffers sollen es den Fachkräften ermöglichen, selbst mit ihrer Zielgruppe zu arbeiten.

 

Für die Entwicklung des Schulungskoffers wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die durch die Fachstelle GrenzBewusst mit Robert Stamner und Hannah Manchen koordiniert wird. Verschiedene Arbeitsbereiche der Jugendhilfe werden hier zusammengeführt: Sexualpädagogik, Familienberatung, Frauen- und Mädchenberatung, Interkulturelle Arbeit, Schulsozialarbeit und offene Jugendarbeit. Der inhaltliche Schwerpunkt wird auf diejenigen Werte und Themen gelegt, die helfen können, sexualisierter Gewalt vorzubeugen, wie z.B. sexuelle Selbstbestimmung und Identität, Geschlechterrollen und -bilder, soziale und kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten sowie Wissen über sexualisierte Gewalt und Unterstützungsmöglichkeiten.

 

Der „WarendorferWertekoffer“ wird am Jahresende einer ausgewählten Fachöffentlichkeit vorgestellt. Im Anschluss daran sollen drei Exemplare des Koffers im Kreis verfügbar sein. Interessierten Fachkräften kann er nach Einweisung in die Methoden zugänglich gemacht werden, um schließlich die zu erreichen, die im Fokus des Projekts stehen: die jungen Menschen.

 

 


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