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Vom Ackerbürgerhaus zum Beckumer Traditionshaus

Der Westfälische Hof - bei Kliewe war früher ein Ackerbürgerhaus mit angegliederter Sattlerei, Polsterei und Kutschenwagenbau. (Fotos: Paula Pumpernickel)
Thomas Kliewe und seine Frau Sabine führen das Beckumer Traditionshaus gemeinsam.
Das Küchen-Team legt Wert auf Qualität, Regionalität und den Blick fürs Detail.

Immer mehr Menschen setzen auf regionale Lebensmittel und bevorzugen frische, saisonale Gerichte von Produzenten direkt aus der Umgebung. In unserer Sommerferienserie rund um das Thema „Münsterland-Siegel“ stellen wir mit acht Betrieben aus dem Kreis Warendorf Tipps zur Einkehr und zum Verkosten direkt vor unserer Haustür vor. Der Blog „Paula Pumpernickel" des Münsterland-Siegels präsentiert die Menschen, die diese Produkte herstellen, und blickt hinter die Kulissen der Unternehmen.

 

Im fünften Teil unserer Sommerserie besuchen wir den Westfälischen Hof – bei Kliewe in Beckum. Das große Haus, das Thomas Kliewe gemeinsam mit seiner Frau Sabine führt, war früher einmal ein Ackerbürgerhaus mit angegliederter Sattlerei, Polsterei und Kutschenwagenbau. „Mein Vater und Großvater haben diese Berufe gelernt. Ich bin der erste offizielle Koch und Hotelbetriebswirt in diesem Haus“, erklärt Kliewe. Den eigentlichen Anfang mit der Gastronomie machte allerdings sein Vater in den 50er Jahren, als er im Zuge der wachsenden Industrie einen Teil des Gebäudes zur Schänke umbaute. Eine Schankerlaubnis gibt es bereits seit 1901.

 

Mehrere Köche und Auszubildende sind mittlerweile für das zuständig, was Thomas Kliewe seine Herzensangelegenheit nennt: das Kochen. Er selbst steht aber zu seinem Bedauern nur noch selten am Herd. Das Management des Betriebs nimmt den größten Teil seiner Zeit in Anspruch. Eines steht für ihn fest: „Gutes Essen braucht gute Zutaten.“ Dabei legt er Wert auf Qualität, Regionalität und den Blick fürs Detail. Selbstverständlich stammen viele Zutaten frisch von regionalen Anbietern. „Für gute Qualität sind die Kunden auch bereit, einen gewissen Preis zu zahlen“, weiß Kliewe.

 

Das hat er schon während seiner Ausbildung gelernt, die er 1982 in Ahlen begann. Es folgten Restaurants auf Sylt, im Schwarzwald und am Möhnesee. „Nach der Wirtschaftsfachschule für Hotellerie kam irgendwann sogar ein Angebot aus Bangkok, aber dann habe ich mich entschieden, den Familienbetrieb neu auf- und umzubauen. Das war die beste Entscheidung, es läuft super.“ Jedes Hotelzimmer hat ein eigenes Thema – stilistisch durchdacht und auf modernstem Stand, aber immer mit historischen Elementen. So wie dem Holz der Betten, deren Rahmen aus den alten Holzbalken des Haupthauses gezimmert wurden.

 

Mit zwei Kollegen aus der Umgebung kochte Thomas Kliewe schon mehrfach auf der Bühne der Grünen Woche in Berlin. Auch bei einem Sommerfest der NRW-Landesvertretung bereitete er mit seinen Kollegen münsterländische Spezialitäten für die nordrhein-westfälischen Politiker zu. „Über das Münsterland-Siegel sind die Kontakte und Freundschaften zu den Köchen in der Region noch enger geworden“, sagt Kliewe.

 

Weitere Informationen zum Westfälischen Hof – bei Kliewe finden Sie unter: www.paulapumpernickel.com oder www.bei-kliewe.de

 

Hintergrund Münsterland-Siegel

Made im Münsterland: Dafür bürgt das Münsterland-Siegel auf den Lebensmitteln und in den Speisekarten seiner Mitgliedsbetriebe und -unternehmen. Das Siegel besteht aus 60 aktiven Mitgliedern - Produzenten und Gastronomen aus dem Münsterland -, die ihre Produkte und Speisen mit dem Qualitäts-Siegel "Münsterland" kennzeichnen dürfen. Im Fokus stehen hochwertige Produkte in Hinblick auf Regionalität, Frische, Transparenz und Umweltschutz durch kurze Wege. Im Blog www.paulapumpernickel.com stellt das Münsterland-Siegel seit 2015 seine Mitglieder vor, blickt hinter die Kulissen der Produktion und zeigt, was es Feines in der Region zu entdecken gibt. Beliebt sind hierbei auch die Rezepte der Gastronomen. Das Münsterland-Siegel wird unterstützt von den Sparkassen im Münsterland.

 


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