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Vertrag über Glasfaserausbau im Kreis Warendorf unterzeichnet

Gemeinsam in Richtung Zukunft: Landrat Dr. Olaf Gericke und Uwe Nickl, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Glasfaser (am Tisch v. l.), haben den Vertrag über den Glasfaserausbau am Freitag (13. Dezember) unterschrieben. Kreisplanungsdezernent Dr. Herbert Bleicher (links), gfw-Geschäftsführerin Petra Michalczak-Hülsmann und DG-Geschäftsführer Peter Kamphuis begleiten die Vertragsunterzeichnung und das Projekt. - (Foto: Kreis Warendorf)

Deutsche Glasfaser baut Breitbandnetz zügig aus / 13.500 Haushalte, 2100 Betriebe und 50 Schulen profitieren / 7200 Kilometer Glasfaserleitungen und 160 Mio. Euro öffentliche Förderung

 

Der nächste Schritt zum Ausbau der digitalen Infrastruktur im Kreis Warendorf ist gesetzt: Am Freitag (13. Dezember) kamen Landrat Dr. Olaf Gericke und Uwe Nickl, CEO Deutsche Glasfaser, zur Vertragsunterzeichnung im Warendorfer Kreishaus zusammen. Zuvor hatte der Kreistag den Vereinbarungen zugestimmt.

 

Das Unternehmen Deutsche Glasfaser mit Sitz in Borken hatte die europaweite Ausschreibung unter mehreren Bietern gewonnen, das Glasfasernetz im Kreis auszubauen. Davon profitieren 13.500 private Haushalte, 2.100 Gewerbebetriebe und 50 Schulen. „Das gigabitfähige Netz ist ein entscheidender Faktor für unsere Infrastruktur. Der Glasfaserausbau gehört zu den größten Investitionen in der Geschichte des Kreises Warendorf und ist das derzeit in Deutschland größte Projekt dieser Art“, sagte Gericke. Der Landrat dankte allen Beteiligten im Kreis Warendorf, im Land Nordrhein-Westfalen und im Bund, die den Glasfaserausbau politisch und wirtschaftlich unterstützt haben.

 

Der Kreis Warendorf und die gfw – Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf – haben das Projekt gemeinsam vorangetrieben und koordiniert. Nach Auskunft von gfw-Geschäftsführerin Petra Michalczak-Hülsmann wird Anfang 2020 das Ausbaukonzept stehen und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Deutsche Glasfaser baut das Glasfasernetz in vielen ländlichen Regionen aus und hat auch im Kreis bereits privatwirtscahftlich anbieteroffene Glasfaser-Direktanschlüsse (FTTH, Fiber to the Home) in kleineren Gemeinden und Ortsteilen für über 28.000 Privathaushalte und fast 500 Unternehmen erstellt.

 

„Nach dem Vertragsschluss wird das Unternehmen zügig mit dem Glasfaserausbau für Adressen im Kreis beginnen, wo kein privatwirtschaftlicher Ausbau möglich und eine Übertragungsrate von weniger als 30 Mbit vorhanden ist“, berichtet Dr. Herbert Bleicher, Planungsdezernent beim Kreis Warendorf. Dadurch können diese bisher unterversorgten Adressen – insbesondere in den Außenbereichen – an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden. Deutsche Glasfaser verlegt 4.133 Kilometer Leerrohre für 7.208 Kilometer Glasfaserleitungen.

 

Der Kreis Warendorf hatte als einer der ersten geänderte Förderrichtlinien für sich genutzt und kann nun das Ausbauprojekt mit Fördermitteln von etwa 160 Mio. Euro realisieren. 80 Mio. Euro kommen vom Bund und 64 Mio. Euro vom Land, so dass der kommunale Eigenanteil 16 Mio. Euro ausmacht.

 

Kombination aus privatwirtschaftlichem und gefördertem Ausbau ermöglicht Flächendeckung

 

„Die ländlich geprägten Kreise in Deutschland werden durch ein flächendeckendes reines Glasfasernetz immer attraktiver als Wohn- und Wirtschaftsstandort. Im Kreis Warendorf haben die Kommunen genau den richtigen Ansatz gewählt, um diese Flächendeckung herzustellen“, sagte Deutsche Glasfaser CEO Uwe Nickl. Geschäftsführer Peter Kamphuis ergänzt: „Die kluge Kombination aus schnellem privatwirtschaftlichen Netzausbau im ersten und die Schließung der Netzlücken mit Fördermitteln im zweiten Schritt ist ein echtes Erfolgsmodell. Kreisweit haben wir schon etwa 30.000 Haushalte privatwirtschaftlich angeschlossen. Mehr als 15.000 geförderte Anschlüsse kommen jetzt dazu.“

 


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