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Über 600 Fahrgäste beim WLE-Streckentest zwischen Sendenhorst und Münster / Landrat Dr. Gericke und Oberbürgermeister Lewe blickten auf weitere Planungen / Faktenflyer informiert

Die Sonderfahrten mit modernen Triebwagen auf der WLE-Strecke zwischen Sedenhorst und Münster kamen am Samstag sehr gut an. Über 600 Fahrgäste nutzten die Möglichkeit, die derzeit nur vom Güterverkehr genutzte Strecke zu testen. Oberbürgermeister Markus Lewe und Landrat Dr. Olaf Gericke hatten dazu am Morgen grünes Licht gegeben. Sie blickten bei der Fahrt gemeinsam auf die weiteren Planungen zur Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs. Die wichtigsten Fakten dazu sind in einem Flyer nachzulesen.

 

„Die Reaktivierung ist nicht nur für Münster, den Kreis Warendorf und Sendenhorst ein wichtiges Projekt, sondern für die gesamte Wachstumsregion Münsterland“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke. „Sie ist für die Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit unserer Region von großer Bedeutung. Ein nachhaltiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz wird geleistet, indem wir ein attraktives Angebot zum Umstieg vom Auto auf den Schienenpersonennahverkehr schaffen und der steigenden Zahl von Pendlern ein attraktives, sicheres, pünktliches und umweltfreundliches Angebot machen.“

 

Sendenhorst werde bei einer Reaktivierung zu einem wichtigen Verknüpfungspunkt mit einem kombinierten Bahnsteig für Bus und Bahn und Anschlüssen nach Beckum, Ennigerloh und Ahlen. „Von Sendenhorst wird die Fahrt mit dem Zug nach Münster nur noch 29 Minuten betragen, und das zweimal stündlich“, erläuterte der Landrat.

 

Oberbürgermeister Markus Lewe sah die Sonderfahrten als ein Indiz dafür, dass die Planungen für die WLE-Reaktivierung spürbar voranschreiten. „Dieses ist nach meiner vollen Überzeugung auch gut so: für Münster, den Kreis Warendorf und das Münsterland. Die WLE-Reaktivierung ist  als vordringliches Projekt im Nahverkehrsplan des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) fest verankert“, bekräftigte Lewe. „Münsters dynamisches Wachstum und sein prosperierendes Umland brauchen Top-Schienenverkehrsverbindungen in S-Bahn-Qualität. Mit der WLE besteht die große Chance zum Einstieg in die Münsterland-S-Bahn“ ist der Oberbürgermeister überzeugt. Die Vorteile der WLE-Reaktivierung lägen dabei auf der Hand: Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, höhere Standortqualität, zukunftsfähige stadtregionale Entwicklung und ein nachhaltiges Verkehrsangebot.

 

„Mit den heutigen Sonderfahrten auf der WLE-Strecke wollen wir den potentiellen Fahrgästen und den Anwohnern in den Stadtteilen entlang der Strecke einen Eindruck vermitteln, wie ein künftiger Fahrbetrieb aussehen könnte.“ erläuterte Dr. Hermann Paßlick, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes SPNV Münsterland (ZVM) den Wunsch der Verbandsversammlung des ZVM, die WLE-Strecke mit modernen Triebwagen zu testen. Eingesetzt wurde dazu ein Dieseltriebwagen des Typs LINT von DB Regio NRW. Das Modell ist mit schadstoffarmen Motoren und einer hohen Laufruhe der zurzeit modernste Dieseltriebwagen im Bereich der DB Regio NRW, die diesen Sonderverkehr auf der Infrastruktur der WLE bis in den Bahnhof Münster durchführt.

 

„Nach einer Reaktivierung werden moderne Dieseltriebwagen auf neuen Gleisen und Schwellen mit einem neuen Oberbau fahren“, erklärte André Pieperjohanns, Geschäftsführer der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE): „Dabei wird auch ein Schallschutz nach neuen Richtlinien vorgesehen – unter Berücksichtigung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und der Verkehrslärmschutzverordnung.“

 

Die Fakten zur Reaktivierung der WLE-Strecke Münster – Sendenhorst sind von der WLE, Stadt Münster, Kreis Warendorf und dem ZVM in einem Flyer „Zügig unterwegs“ zusammengefasst worden. Darin wird auch ein kurzer Ausblick auf das Verfahren zur WLE-Reaktivierung gegeben. Im Zuge der Fortschreibung des ÖPNV-Bedarfsplans NRW wird die WLE-Strecke mit Investitionen von rund 40 Mio. Euro nach einem landeseinheitlichen Verfahren bewertet. Nach Abschluss der Bewertung entscheidet das Land über die Aufnahme der WLE-Strecke in diesen Plan. So umfangreiche Projekte werden zudem in einem umfassenden Planfeststellungsverfahren unter öffentlicher Beteiligung beleuchtet. Daher planen die Projektbeteiligten zum Jahresende 2017 öffentliche Informationsveranstaltungen zur Reaktivierung. Bei optimalem Verlauf kann ein fahrplanmäßiger Betrieb auf der WLE ab 2023 erreicht werden. Die Inhalte des Flyers und weitere Informationen sind nachzulesen auf der neuen Internetseite Opens external link in new windowwww.zügig-wle.de


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