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„Treffpunkt Neustart“: Modellprojekt in Everswinkel will Langzeitarbeitslosen schnelle Rückkehr in Beschäftigung ermöglichen

Stellten das gemeinsame Projekt „Treffpunkt Neustart“ vor, das Langzeitarbeitslose in Everswinkel schnell wieder ins Berufsleben integrieren soll (v.l.n.r.): Thomas Stohldreier (Leiter Sozialamt Gemeinde Everswinkel), Joachim Fahnemann (Leiter Agentur für Arbeit Ahlen-Münster) sowie die beiden Ansprechpartner im Rathaus, Clemens Ruddigkeit (Agentur für Arbeit) und Katja Peters (Jobcenter), Bürgermeister Sebastian Seidel, Brigitte Klausmeier (Sozialdezernentin Kreis Warendorf) und Dr. Ansgar Seidel (Leiter Jobcenter Kreis Warendorf). – (Foto: Kreis Warendorf)

Bei der Betreuung Langzeitarbeitsloser aus Everswinkel arbeiten die Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, das Jobcenter Kreis Warendorf und die Gemeinde jetzt eng zusammen. Wer arbeitslos ist, für den ist normalerweise bis zum zwölften Monat die Agentur für Arbeit zuständig. Erst nach einem Jahr übernimmt das Jobcenter. Statt Arbeitslosengeld gibt es bekanntlich nur noch die geringeren Leistungen nach dem SGB II („Hartz IV“). Das ist auch in Everswinkel so. Doch in der Vitus-Gemeinde gibt es seit September dieses Jahres das Modellprojekt „Treffpunkt Neustart“. Dabei werden Langzeitarbeitslose und von Langzeitarbeitslosigkeit bedrohte Bewerber aus einer Hand betreut und besonders unterstützt.

 

Mit dem „Treffpunkt Neustart“ wollen die Beteiligten an die guten Erfahrungen in der gemeinsamen Betreuung und Beratung von geflüchteten Menschen im Rahmen des Projekts „Integration Point“, der ebenfalls in Everswinkel seine Geburtsstunde erlebte, anknüpfen. Dieses erfolgreiche Modellprojekt ist mittlerweile in allen anderen Kommunen des Kreises eingeführt worden. „Diese positiven Erfahrungen wollten wir auf andere Personenkreise übertragen“, sagte Bürgermeister Sebastian Seidel bei einem Treffen mit dem Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, Joachim Fahnemann, der Sozialdezernentin des Kreises, Brigitte Klausmeier, und dem Leiter des Jobcenters Kreis Warendorf, Dr. Ansgar Seidel. Die Teilnehmer waren sich einig, dass auch für langzeitarbeitslose und von Langzeitarbeitslosigkeit bedrohte Menschen eine besondere Unterstützung sinnvoll ist.

 

„Im ,Treffpunkt Neustart‘ möchten wir alle verantwortlichen Akteure enger miteinander verzahnen, um Langzeitarbeitslose und von Langzeitarbeitslosigkeit bedrohte Arbeitslose in die Arbeitswelt einzugliedern“, erklärten die Leitungen von Arbeitsagentur und Jobcenter. Die Lösung aus einer Hand soll den Betroffenen so schnell wie möglich den Wiedereinstieg in einen Job ermöglichen – im Idealfall sogar, bevor sie offiziell langzeitarbeitslos und damit SGB-II-Empfänger werden.

 

Für das Modellprojekt stehen mit Clemens Ruddigkeit und Katja Peters sowohl von der Arbeitsagentur als auch vom Jobcenter Kreis Warendorf feste Ansprechpartner in  Everswinkel zur Verfügung. Einmal wöchentlich sind Clemens Maria  Ruddigkeit und Katja Peters vor Ort im Rathaus und beraten dort ihre Bewerber. Noch bevor der Bezug des Arbeitslosengeldes endet und der Wechsel in die Zuständigkeit des Jobcenters ansteht, sollen gemeinsame Gespräche mit allen Beteiligten geführt werden. Zusätzlich wird das Projekt eng durch den Arbeitgeberservice der beiden Einrichtungen begleitet, so dass für die Bewerber Kontakte  zu Betrieben hergestellt werden.

 

„Wir möchten, dass niemand verloren geht und jeder die Beratung und Unterstützung erhält, die er braucht. Von unterschiedlichen Zuständigkeiten sollen die Betroffenen dabei so wenig wie möglich mitbekommen.“, erklärt die Sozialdezernentin des Kreises, Brigitte Klausmeier. Bürgermeister Sebastian Seidel ergänzte: „Wir haben in Everswinkel eine starke Wirtschaft, die viele Arbeitsmöglichkeiten bietet. Durch die Erfahrungen aus dem Integration Point wissen wir, wie wichtig es ist, dass die Akteure vor Ort eng zusammenarbeiten und sich austauschen.“ Auch aus Sicht des Leiters der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, Joachim Fahnemann; ist eine unkomplizierte Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg: „Es geht darum, unsere gemeinsame Kompetenz vor Ort für die Menschen einzusetzen.“

 

 

 


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