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Start frei für die zweite Runde der Berufsbildungspartnerschaft mit Südafrika / Gruppe mit der Kreishandwerkerschaft zu Besuch im Kreishaus

Die Delegation aus Südafrika begrüßte Landrat Dr. Olaf Gericke (5.v.r.) am Kreishaus, wo u.a. die Leitstelle für Rettungsdienst und Feuerschutz besucht wurde. Begleitet wurde die Gruppe von Frank Tischner (6.v.l), Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, und Karin Münstermann, Leiterin Berufsbildung International der KH-Service- und Wirtschaftsgesellschaft.

Seit drei Jahren besteht eine Berufsbildungspartnerschaft zwischen dem uMfolozi College in Richards Bay in Südafrika und der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf. Eine Delegation besucht derzeit im Rahmen der Partnerschaft das Münsterland. Zum Programm gehörte auch ein Besuch im Warendorfer Kreishaus. Dort begrüßte Landrat Dr. Olaf Gericke die Gruppe, die von Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, begleitet wurde.

 

Als Frank Tischner vor Kurzem in Südafrika war, um die laufende Partnerschaft mit den verschiedenen Partnern und Behörden abzustimmen, bekam er bei einem Termin in der Deutschen Botschaft in Pretoria vom Referatsleiter Wirtschaft, Volker Oel, die noch inoffizielle Information, dass der Bewilligungsbescheid für eine zweite Förderphase von drei Jahren beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fertig auf dem Tisch liegt. Und tatsächlich traf der Bescheid nur wenige Tage nach Tischners Rückkehr in Deutschland bei der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf ein.

 

Auch für Karin Münstermann, Leiterin Berufsbildung International bei der KH-Tochter KH-Service- und Wirtschaftsgesellschaft mbH und zuständig für die Berufsbildungspartnerschaft, war es eine erfreuliche, wenn auch nicht ganz unerwartete Nachricht, denn im Mai war sie im Rahmen einer Projektfortschrittskontrolle mit einem externen Gutachter und einem Vertreter der „sequa“, die im Auftrag des BMZ tätig ist, in Südafrika. Da die Ergebnisse der 1. Phase als vorbildlich bewertet wurden, gab es bereits da positive Signale für die Empfehlung, die Berufsbildungspartnerschaft auch für eine 2. Phase, die vom 1. November 2018 bis 31. Oktober 2021 dauert, zu fördern.

 

Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit bleibt der Informationsaustausch mit allen an der Ausbildung beteiligten Institutionen. Der zehnköpfigen Delegation aus Südafrika, die derzeit die Kreise Steinfurt und Warendorf besucht, gehören Betriebsinhaber, Vertreter von Fachverbänden, die in Südafrika für Ausbildung zuständig sind, und Vertreter des Partnercolleges uMfolozi an. Im Mittelpunkt steht für die Südafrikaner die Information über die Duale Berufsausbildung in Deutschland.

 

Beim Besuch im Kreishaus berichtete Landrat Dr. Gericke über die vielfältigen Facetten der Zusammenarbeit zwischen Kreis und Kreishandwerkerschaft. Nicht nur, dass der Kreis Warendorf Träger der Berufskollegs als wichtigen Säulen in der Dualen Ausbildung ist, erfuhren die Besucher. Auch, dass der Kreis über die Berufsorientierung an Schulen, arbeitsmarktpolitische Themen für das Handwerk und seinen Interessensverband, der Kreishandwerkerschaft, ein wichtiger Partner, wurde deutlich. Diese beispielhafte Zusammenarbeit von Verwaltung, Politik und Wirtschaft solle auch für die Berufsbildungspartnerschaft in Südafrika Vorbild sein, hieß es.

 

„Das Oberziel unseres Projektes bleibt auch in der 2. Phase bestehen“, erklärt KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner. „Praxisrelevante berufliche Bildung soll einen Beitrag zu einem höheren Qualifikationsniveau und mehr Beschäftigung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen leisten sowie zur Erhöhung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Südafrika beitragen. Konkret sollen sich die Beschäftigungschancen der Absolventen des uMfolozi Colleges verbessern.“

 

Für Karin Münstermann und Oliver Petzoldt, dem Langzeitexperten der Kreishandwerkerschaft, der vor Ort tätig ist, bedeutet dies für die nächsten drei Jahre: Das im letzten Herbst eingeweihte neue Ausbildungszentrum soll weiterentwickelt werden. Der Fokus liegt nun auf der Qualifizierung und Weiterbildung der Ausbilder. Außerdem soll ein Prüfungszentrum direkt am College entstehen, damit die Auszubildenden nicht bis zum 170 km entfernten Durban fahren müssen, um die Prüfungen abzulegen - eine Strecke, die in der Regel mangels eigener oder öffentlicher Verkehrsmittel per Anhalter zurückgelegt werden muss.

 

Ein weiterer Fokus liegt auf dem Gründerzentrum, das Ende des Jahres eingeweiht und als Plattform für Unternehmensgründungen in Richards Bay und Umgebung etabliert werden soll. In Zukunft werden hier viele Veranstaltungen für junge Gründer stattfinden.

 

 

 

 


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