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Staatssekretärin Güler lobt Kommunales Integrationszentrum des Kreises Warendorf

Im Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Warendorf in der Villa Küper in Ahlen informierte sich Staatsekretärin Serap Güler (Bildmitte). Landrat Dr. Olaf Gericke begrüßte die Besucherin aus Düsseldorf. An dem Arbeitsbesuch nahmen u.a. auch Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger sowie die Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass und Henning Rehbaum teil. – (Foto: Kreis Warendorf)

Beeindruckt von der Arbeit des Kommunalen Integrationszentrum (KI) Kreis Warendorf zeigte sich Integrationsstaatssekretärin Serap Güler bei einem Besuch in Ahlen am Donnerstag (7. Juni). Zusammen mit Landrat Dr. Olaf Gericke und Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger sowie den Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass und Henning Rehbaum und weiteren Gesprächsteilnehmern informierte sich die Staatssekretärin aus dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration. „Mir ist wichtig, die Integrationsarbeit in den Kreisen und kreisfreien Städten vor Ort persönlich kennenzulernen. Die Bedarfe sind in den Regionen sehr verschieden. Das müssen wir stärker berücksichtigen“, erklärte die Staatssekretärin.

 

Landrat Dr. Gericke begrüßte die Besucherin und betonte, dass der Kreis bereits seit langer Zeit auf Prävention in der Sozialpolitik setze. Die frühzeitige Einrichtung des KI im Jahr 2012 sei ein wichtiger Schritt dabei gewesen. Sie habe sich vor allem in den vergangenen Jahren mit erhöhter Zuwanderung als äußerst wertvoll erwiesen – der Kreis Warendorf hatte als einer der ersten Kreise in NRW ein Integrationszentrum gegründet, weil Politik und Verwaltung überzeugt waren, dass die Integration von jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte nur durch Bildung – vor allem durch Sprachbildung – gelingen kann.

 

Bürgermeister Dr. Alexander Berger betonte, dass er und seine Stadtverwaltung einen kurzen Draht zum KI haben. Dass der Kreis als Standort dafür die Stadt Ahlen, in der Menschen aus insgesamt 111 Nationen leben, ausgewählt habe, sei der richtige Schritt gewesen.

 

Das KI koordiniert von Ahlen aus die kreisweite Integrationsarbeit. Dafür stehen 7,5 Stellen zur Verfügung, berichtete die Leiterin Diler ?enol-Kocaman. Sie und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellten der Staatssekretärin die Arbeitsschwerpunkte vor. Entlang der gesamten Bildungskette – von der frühkindlichen Bildung bis zum Übergang Schule – Beruf fördert das KI die Integration von Kindern aus Zuwandererfamilien. Für diese wichtigen Aufgaben hat der Kreis Warendorf zahlreiche Projekte ins Leben gerufen. Beispiele sind das frühkindliche Integrationstraining (FIT) an Kindergärten und Familienzentren, das durch das neue NRW- Förderprogramm „Integrationschancen für Kinder und Familien (IfKuF) noch weiter ausgebaut werden kann oder die Sprachbildung nach dem Modell Mercator in Kooperation mit der Uni MS – dabei unterrichten Studierende Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte in Kleingruppen. Mit dem Sprachhelfer-Projekt unterstützt das KI an kreisweit 60 Schulstandorten – von der Grundschule bis zum Berufskolleg – die sprachliche und schulische Integration von Seiteneinsteigern. Dabei werden geflüchtete Kinder und Jugendliche durch  engagierte Menschen aus dem näheren Umfeld der Schule unterstützt – nicht nur in schulischen, sondern auch in alltäglichen Fragen. Im Handlungsschwerpunkt Querschnitt als Integrationsaufgabe arbeitet das KI mit mehrsprachigen Elternlotsinnen und Elternlotsen und Patinnen und Paten am Übergang Schule und Beruf zusammen und koordiniert die integrationsbezogene Vernetzung mit den Städten und Gemeinden des Kreises.

 

Das Landesprogramm KOMM-AN NRW setzt das KI seit Ende 2016 im Kreis um – es koordiniert das Ehrenamt in der Flüchtlingsbegleitung z.B. durch Infoveranstaltungen und Qualifizierungsmaßnahmen. Der Landrat erläuterte Staatssekretärin Güler, dass der Kreis die Arbeit des KI dadurch nachhaltig unterstütze und absichere, dass er seinen Anteil an der jährlichen Gewinnausschüttung der Sparkasse Münsterland Ost in vollem Umfang für die Finanzierung der dortigen Maßnahmen einsetze.

 

Die Gesprächsteilnehmer waren sich zum Abschluss des informativen Besuchs einig, dass Integration eine Daueraufgabe für Politik und Verwaltung bleibe.

 

 

 


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