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Sperrung des Ortskerns Albersloh für Lkw gefordert: Landrat nahm Unterschriften entgegen / Verkehrserhebung angekündigt

Besprachen bei der Übergabe der Unterschriften die schwierige Verkehrssituation in Albersloh, v.l: Ralf Holtstiege und Edda Brennecke (Straßenverkehrsbehörde des Kreises), Polizeidirektorin Katja Kruse, Kreisordnungsdezernentin Petra Schreier und Landrat Dr. Olaf Gericke sowie Willi Berheide, Hubertus Gärtner und Tobias Malsbender von der Aktion „Stoppt den Lkw-Verkehr in Albersloh“. – (Foto: Kreis Warendorf).

Über 2000 Unterschriften überreichten Sprecher der Aktion „Stoppt den Lkw-Verkehr in Albersloh“ Landrat Dr. Olaf Gericke am Montagnachmittag im Kreishaus. Bei einem Gespräch, an dem auch Polizeidirektorin Katja Kruse, Kreisordnungsdezernentin Petra Schreier und die für die Straßenverkehrsbehörde zuständigen Amts- und Sachgebietsleiter Ralf Holtstiege und Edda Brennecke teilnahmen, erläuterten Hubertus Gärtner, Willi Berheide und Tobias Malsbender, worum es den Bürgerinnen und Bürgern geht.

Im Ortskern komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen, wenn sich Lkw an Engstellen im Zuge der Ortsdurchfahrt begegnen, so die Albersloher. Nicht nur für Kinder und ältere Menschen sei das unzumutbar. Nur eine Sperrung für den Lkw-Durchgangsverkehr könne Abhilfe schaffen, erläuterten die Sprecher ihre Forderung.

 

Landrat Dr. Gericke zeigte Verständnis für die Initiative. „Ich finde es gut, dass Sie sich für mehr Sicherheit in Albersloh einsetzen. Die Zahl der Unterschriften, die Sie gesammelt haben, ist beeindruckend. Sie zeigt, dass den Bürgerinnen und Bürgern ihr Ort am Herzen liegt. Wir werden gemeinsam mit allen zuständigen Behörden prüfen, ob und unter welchen Umständen eine Sperrung für Lkw möglich ist“, so der Landrat. Konkret kündigt er an, dass der Kreis dafür zunächst die Situation intensiv betrachten will. „Dazu werden wir eine Verkehrserhebung durchführen lassen, die insbesondere die Lkw-Ströme unter die Lupe nehmen soll. Die letzte Zählung des Landes von 2015 gibt darüber leider keine näheren Aufschlüsse. Außerdem sind mir die Zahlen zu alt“, so der Landrat.

 

Ziel der Verkehrserhebung ist es unter anderem, festzustellen, woher die „Brummis“ kommen und welche Ziele sie ansteuern. Die Erhebung soll in diesem Frühjahr vor Beginn der Bauarbeiten und der dadurch bedingten vorübergehenden Sperrung des Ortskerns stattfinden. An mehreren Punkten in Albersloh soll Zählpersonal eingesetzt werden. Zusätzlich sollen an Engstellen Videokameras den Verkehrsablaufs beobachten. Ergänzend sollen zeitweise auch Aufnahmen aus der Luft mit Drohnenkameras gemacht werden, so dass Konflikte und auffällige Verkehrssituationen erkannt und dokumentiert werden können. Wenn dann die Bauarbeiten im Ortskern begonnen haben, soll in einer zweiten Verkehrserhebung die Belastung der Ausweichstrecken geprüft werden. Auf diese Weise könne man herausfinden, welche Konsequenzen eine mögliche Sperrung für die Verlagerung der Verkehrsströme habe, also wie sich auf die Nachbarorte auswirke, erläuterte der Landrat. „Natürlich müssen wir als Straßenverkehrsbehörde nicht nur einen Ort, sondern den ganzen Kreis im Blick haben“, erläuterte Landrat Dr. Gericke.

 

Parallel sollen wie berichtet die Planungen für die Ortsumgehung Albersloh vorangetrieben werden. Dazu fand  in der vergangenen Woche ein Gespräch zwischen Verkehrsminister Hendrik Wüst, Landrat Dr. Olaf Gericke und Bürgermeister Berthold Streffing in Düsseldorf statt. Sowohl die Stadt Sendenhorst als auch der Kreis Warendorf wollen demnach  einen Teil der Planungsaufgaben für die Ortsumgehung übernehmen. Im Gegenzug hat der Minister zugesichert, dass das Land direkt anschließend die weitere Planung veranlasst.

 

 


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