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Selbsthilfe setzt auf enge Zusammenarbeit mit Ärzten / 120 Gruppen im Kreis Warendorf aktiv

Begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Selbsthilfegruppentreffens im Kreishaus: Gesundheitsamtsleiterin Dr. Elke Rehfeldt (Kreis Warendorf, 4.v.r.), Sabine Tenambergen (Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Warendorf, 2.v.r.), Doris Schlömann (KOSA WL, 7.v.l., Gesundheitsplanerin Petra Lummer (Kreis Warendorf, 1.v.l.) und Christiane Vollmer (Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf, 1.v.r.). – (Foto: Kreis Warendorf).

Wie können Selbsthilfegruppen und Arztpraxen zusammenarbeiten? Dieses Thema stand im Mittelpunkt beim Gesamttreffen der Selbsthilfegruppen im Kreis Warendorf. Die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Elke Rehfeldt, begrüßte dazu etwa 20 Vertreterinnen und Vertreter von Selbsthilfegruppen im Kreishaus.

  

Christiane Vollmer und Sabine Tenambergen von der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Warendorf informierten zunächst über aktuelle Themen im Bereich der Selbsthilfe. Zurzeit gibt es im Kreisgebiet etwa 120 verschiedene Selbsthilfegruppen. Zehn sind alleine in diesem Jahr gegründet worden – unter anderem für Trauernde oder zu den Themen Epilepsie, Parkinson, Chronischer Schmerz und Adipositas. Im Aufbau befinden sich aktuell Gruppen zu den Themen Ängste und emotionale Probleme, Hochsensibilität und Epilepsie.  

 

Die Organisatorinnen von der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis und Petra Lummer, Gesundheitsplanerin beim Kreis Warendorf, konnten für das Treffen die Leiterin der Kooperationsberatung für Selbsthilfegruppen, Ärzte und Psychotherapeuten Lippe (KOSA) der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe, Doris Schlömann, gewinnen. Ihr Vortrag stand im Mittelpunkt des Abends. Zu Beginn erläuterte sie ihre Funktion und die Aufgaben der KOSA. Anschließend berichtete sie über die Anfänge der Selbsthilfe vor knapp 30 Jahren und die zunächst schwierigen Beziehungen zwischen den Selbsthilfegruppen und den Ärzten. „Das hat sich jedoch grundlegend geändert“, so Doris Schlömann. Mittlerweile hat sich eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Selbsthilfe und der Ärzteschaft entwickelt.

 

Doch nach wie vor berichten immer wieder Vertreterinnen und -vertreter von Gruppen, dass es schwierig ist, mit Ärzten über Selbsthilfe ins Gespräch zu kommen. Daher bietet die KOSA eine Fortbildung zum Thema Kommunikation zwischen Arzt und Selbsthilfe an. Etwa 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bereits an einer der 30 Fortbildungen in Westfalen-Lippe teilgenommen. Auch hier im Kreis wird diese Fortbildung im kommenden Jahr erneut angeboten.

 

Regelmäßig bietet die KOSA Fortbildungen auch für medizinisches Fachpersonal aus dem Bereich Selbsthilfe an. Erst kürzlich fand im Kreis Warendorf eine Fortbildung für medizinisches Fachpersonal mit dem Thema Selbsthilfe – ein Gewinn für Praxis und Patient statt. Hierbei haben auch Selbsthilfevertreter aktiv mitgewirkt.

 

Einigkeit herrschte darüber, dass eine regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit auch in den Haus- und Facharztpraxen wichtig sei, um über die vielfältigen Themen und Angebote der Selbsthilfe zu berichten. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle möchte die Selbsthilfegruppen mit Flyern und Plakaten unterstützen. Diese könnten den Haus- und Facharztpraxen zur Verfügung gestellt werden. Zudem diskutierte die Runde über mögliche Qualitätskriterien für eine selbsthilfefreundliche Haus- oder Facharztpraxis.

 

Das nächste Gesamttreffen der Selbsthilfegruppen findet am 12. Dezember in Beckum statt. Eine Einladung dazu folgt.

 

Einen Überblick über die Selbsthilfegruppen im Kreis Warendorf gibt es auf der Seite www.selbsthilfe-warendorf.de

 

 

 


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