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Schulen setzen auf Zivilcourage gegen Intoleranz und Rassismus

Rita Pöppinghaus-Voss (r., stellv. Bürgermeisterin) und Katrin Diekhoff (Kreisjugendamt/ AK Zivilcourage) begrüßten im Ahlener JuK-Haus zahlreiche Teilnehmer zum Fachtag „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
20 weiterführende Schulen waren im JuK-Haus Ahlen vertreten.

Beim Fachtag „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ brachte es Rita Pöppinghaus-Voss, in ihrer Begrüßung auf den Punkt. „Für Intoleranz, Rassismus und Hass ist in Deutschland kein Platz. Als Einwanderungsland bringt uns Vielfalt dagegen voran“, so die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Ahlen. Auf Initiative des Arbeitskreises Zivilcourage der Jugendämter im Kreis Warendorf waren 20 weiterführende Schulen im JuK-Haus Ahlen vertreten. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulsoziarbeiter nahmen an dieser ganztägigen Fortbildung teil.

 

Für den fachlichen Einstieg sorgte der Journalist, Blogger und Politikwissenschaftler Said Rezek. Er ging auf die zahlreichen im Netz weit verbreiteten Hasstriaden vermeintlich anonymer User ein. „Hass in sozialen Netzwerken“ sei nach Rezek oftmals strafrechtlich relevant, wird aber kaum verfolgt. Am Beispiel des Wiener Neujahrsbabys 2018, dessen Mutter online mit Kopftuch abgebildet war, zeigte er konkret, wie aus einer Hasskampagne gegenüber einem Neugeborenen durch das gleiche Medium eine Botschaft der Sympathie und Mitmenschlichkeit entstehen kann. Dazu brauche man Menschen mit Zivilcourage, die ihre Botschaften gegen Hass im Netz profiliert setzen.

 

Im Anschluss  stellten sieben Schulen auf dem Markt der Möglichkeiten ihre Projekte vor, die auf großes Interesse stießen. Einige  gingen nach diesen Informationen fließend zur Planung eigener Projekte für ihre Schulen über.

 

Am Nachmittag fanden  drei Workshops statt. Die 50 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler konnten zwischen den Angeboten „Alltagsrassismen“ vom Netzwerk für Demokratie und Courage NRW oder „Rassismus in neuen Medien“ von #denk_net Bremen wählen. Die 30 Fachkräfte nahmen am Workshop „Umgang mit rechten und rassistischen Äußerungen“ von mobim Münster, der Mobilen Beratung zum Thema Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Münster,  teil. Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Katrin Diekhoff vom Kreisjugendamt stellvertretend für den AK Zivilcourage im Kreis Warendorf für das Engagement der Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage im Kreis Warendorf.

 

Hintergrund:  Arbeitskreis Zivilcourage

Vertreter*innen der städtischen Jugendämter Ahlen, Beckum und Oelde, sowie kommunale Jugendpfleger*innen. Vom Kreis Warendorf sind Vertreter*innen der Jugendhilfe, der Polizei und des Integrationszentrums dabei. Fachliche Begleitung erfolgt durch mobim Münster.

 

Kontakte:

Kommunales Integrationszentrum Kreis Warendorf

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Nasibe Zenker, Tel: 02581/53-4510
E-Mail: Nasibe.Zenker@kreis-warendorf.de

 

Rechtsextremismus / Mobile Beratung im Regierungsbezirk Tel.: 0251/4927109, kontakt@dont-want-spam.mobim.info

   

 


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