„Riesenschritt für Digitalisierungs-Offensive im Kreis Warendorf“ / Minister Pinkwart: Projekt der Superlative / Glasfaserausbau im Außenbereich startet: Baubeginn in Telgte und Ostbevern

Das größte Investitionsprogramm in der Geschichte des Kreises Warendorf beginnt. Mit einem Gesamtvolumen von rund 162 Millionen Euro werden die Außenbereiche Kreis Warendorf in einem vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt mit einem Glasfasernetz versorgt. Den Anfang machen die Kommunen Ostbevern und Telgte. Zum Spatenstich kamen am Montag (18. Mai) Dr. Andreas Pinkwart, Minister des Landes NRW für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, Landrat Dr. Olaf Gericke, Dr. Markus Tietmeyer, Regionalleiter des Bundesfördermittelgebers atene KOM, die beiden Bürgermeister Wolfgang Annen und Wolfgang Pieper sowie der Geschäftsführer Deutsche Glasfaser Holding GmbH, Dr. Stephan Zimmermann in einer Telgter Bauerschaft zusammen.

 

Per Video-Konferenz , so dass die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden konnten, waren zudem weitere wichtige Teilnehmer zugeschaltet – insbesondere aus Bundestag, Landtag und Kreistag: die Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker (CDU) und Bernhard Daldrup (SPD) sowie die Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass (SPD), Henning Rehbaum (CDU), Daniel Hagemeier (CDU) und Markus Diekhoff (FDP) sowie als Vorsitzende von Kreistagsfraktionen Guido Gutsche (CDU), Detlef Omen (SPD) und Ulrich Schlösser (Grüne). Aus Berlin zugeschaltet war für die atene KOM Geschäftsführer Tim Brauckmüller. Ebenfalls per Video dabei waren gfw-Geschäftsführerin Petra Michalczak-Hülsmann und Dr. Herbert Bleicher, Planungsdezernent des Kreises Warendorf.

 

„Der Kreis Warendorf stellt wichtige Weichen für die digitale Zukunft und startet mit der Verlegung von über 7.200 km Kilometern Glasfaser nicht nur ein außergewöhnlich großes und ambitioniertes Projekt. Beachtlich ist vor allem auch, die Geschwindigkeit mit der mehr als 13.000 Haushalte, rund 2.000 Unternehmen und 50 Schulen angeschlossen werden: 50 Prozent der Strecke werden im Pflugverfahren verlegt, sodass die superschnelle Internetverbindung auch zügig bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt. Das ist ein Projekt der Superlative, das nur durch einen breiten Schulterschluss von Kommunen, Kreis, Land und Bund möglich war“, sagte NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart.

 

Bis Ende 2023 werden alle förderfähigen Adressen im Kreis Warendorf planmäßig durch das Unternehmen Deutsche Glasfaser ausgebaut.

 

„Gerade in der jetzigen Corona-Situation merken wir, wie wichtig eine schnelle und stabile Internetverbindung für das Home-Office ist. Haushalte und Betriebe in den ländlicheren Bereichen können so besonders vom Glasfaserausbau profitieren, weil die technischen Voraussetzungen etwa fürs Homeoffice oder das digitale Lernen in Zukunft deutlich besser werden“, sagt Landrat Dr. Olaf Gericke. Das hohe Fördervolumen wird zu 50 Prozent aus Bundesmitteln und zu 40 Prozent aus Landesmitteln finanziert. Die restlichen 10 Prozent übernehmen der Kreis und die Kommunen. „Die Städte und Gemeinden bei uns im Kreis haben sich gemeinsam für den Glasfaserausbau entschieden und ich bin dankbar, dass die kommunale Familie dabei an einem Strang zieht“, erklärt Landrat Gericke.

 

Mit einem Glasfaseranschluss versorgt werden alle Außenbereiche und Unternehmen, die aktuell über eine Versorgung unter 30 Mbit/s verfügen. Die nächsten Kommunen in denen der Glasfaserausbau beginnt sind im Laufe des Jahres Warendorf, Ennigerloh, Ahlen und Drensteinfurt. Im Anschluss folgen die restlichen sieben Städte und Gemeinden im Kreisgebiet.

 

„Der gesamte Kreis Warendorf ist auf dem schnellsten Weg in die digitale Zukunft – dank des flächendeckenden Glasfaserausbaus. Ermöglicht wird das insbesondere durch das kluge Zusammenspiel aus schnellem privatwirtschaftlichen Netzausbau im ersten und die Schließung der Netzlücken mit Fördermitteln im zweiten Schritt. Wir bedanken uns für das Vertrauen in das Knowhow von Deutsche Glasfaser und wollen jetzt gemeinsam anpacken“, sagt Dr. Stephan Zimmermann, Geschäftsführer von Deutsche Glasfaser.

 

Das Unternehmen Deutsche Glasfaser hat in Telgte und Ostbevern bereits damit begonnen, Bürgerinnen und Bürger, die im geförderten Ausbaubereich wohnen, über die Möglichkeiten des Glasfaseranschlusses und die Tarifangebote zu informieren. Zusätzlich wird es noch Online-Info-Abende geben und Mitarbeiter des Unternehmens werden als Ansprechpartner vor Ort in Baubüros präsent sein.

 

„Allein bei uns in Telgte werden über 1300 Haushalte und 115 Gewerbebetriebe mit Glasfaser versorgt. Wer zuvor nur sehr schlecht oder mit Zuschaltung des Mobilfunks mit dem Internet versorgt war, bekommt so einen zukunftsfähigen Anschluss“, sagt Bürgermeister Wolfgang Pieper aus Telgte.

 

Für die geförderten Adressen werden durch den Ausbau Übertragungsgraten von 1000 Mbit pro Sekunde möglich sein. Im Hinblick auf neue Technologien wie den 5G-Mobilfunkstandard soll eine gigabitfähige Infrastruktur auch für die Außenbereiche der richtige Schritt in die Zukunft sein.

 

„Eine ultraschnelle Internetverbindung ist eine wichtige Grundlage für die Entwicklung vieler landwirtschaftlicher Betriebe, denn schon heute sind zahlreiche Betriebsabläufe digitalisiert. Durch den jetzt erfolgenden Glasfaserausbau der bislang unterversorgten Außenbereiche können sich die Hofstellen nun viel besser für neue Innovationen aufstellen“, erklärt Ostbeverns Bürgermeister Wolfgang Annen.

 

Hintergrund Glasfaserausbau Kreis Warendorf:

Daten:

  • Erste Antragstellung Upgrade FTTB Glasfaserausbau: 03.08.2018:
  • Prüfung der Angebote, Bietergespräche, Verhandlungen: 1./2. Quartal 2019
  • Endgültiger Zuwendungsbescheid des Bundes: 05.12.2019
  • Beschluss des Kreistages: 13.12.2019
  • Endgültiger Zuwendungsbescheid des Landes NRW: 03.01.2020
    Zahlen:
  • Ausbau in allen 13 Kommunen
  • 7.200 Kilometer Glasfaserleitungen
  • 2500 Kilometer Tiefbau
  • 13.000 Haushalte
  • 2000 Unternehmen
  • 50 Schulen



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