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Problem Elterntaxi: Infoveranstaltung zur modernen Schulwegplanung im Kreishaus

Verkehrsexperte Jens Leven informierte im Kreishaus darüber, wie Hol- und Bringdienste für Schüler – Stichwort Elterntaxis – möglichst vermieden werden können.

Bundesweit leiden drei von vier Grundschulen unter dem Elterntaxi-Problem. Eine wachsende Unselbstständigkeit der Kinder sowie negative Auswirkungen auf die Sicherheit, Gesundheit und Umwelt sind die Folgen. Mit welchen Maßnahmen können Schulen und Schulträger diese Problematik lösen? Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter von Grundschulen, Städten und Gemeinden, der Verkehrswacht sowie der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde waren der Einladung des Kreises Warendorf gefolgt und haben dazu neue Lösungsansätze kennengelernt.

 

Seit Jahren steigt der Anteil der Kinder, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Freie Schulwahl, zunehmende Autoverfügbarkeit, sich wandelnde Erwerbsbiografien, Zeitdruck in den Familien oder auch die Sorge der Eltern vor Verkehrsunfällen durch wachsende Verkehrsmengen können Ursachen für zunehmende Hol- und Bringverkehre vor den Schulen sein. Eltern stellen heute auch höhere Ansprüche an die Sicherheit der Schulwege. Weisen diese aus Elternsicht unzumutbare Mängel auf, so bringen sie ihre Kinder mit dem Auto.

 

Jens Leven vom Büro bueffee aus Wuppertal informierte in der ganztägigen  Veranstaltung im Kreishaus über Möglichkeiten, wie diese Verkehre eingedämmt oder vermieden werden können.

 

Der Mitautor des ADAC-Leitfadens „Elterntaxi“ stellte ein ganzes Maßnahmenpaket vor. Dazu gehörten unter anderem die fehlerfreie Planung von Hol- und Bringzonen, das sogenannte Verkehrszähmer-Programm und das Schulwegcheck-Programm. Wichtig sei dabei eine praktische Umsetzung, die Schritt für Schritt erfolgen müsse.

 

Seit 2013 wachsen die Erfahrungen mit diesen Maßnahmen: Bisher habe man an den Grundschulen, die sich an den Programmen beteiligen, die Zahl der Elterntaxis um durchschnittlich 50 Prozent reduzieren können, so Leven.

 

 


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