Digital und effizient – zentrale Registrierung der Flüchtlinge | Kreis Warendorf

Digital und effizient – zentrale Registrierung der Flüchtlinge

In der Halle des ehemaligen Impfzentrums des Kreises in Ennigerloh herrscht momentan wieder reger Betrieb. Doch statt Impfkabinen wurden von den Mitarbeitern der Kreisverwaltung nun Fingerabdruckscanner, Notebooks und Digitalkameras aufgebaut, um Flüchtlinge aus der Ukraine zu registrieren. Denn alle Flüchtlinge aus der Ukraine müssen in der EU digital erfasst werden. Dazu müssen Finger- und Handabdrücke mit speziellen Scannern genommen und biometrische Fotos gemacht werden.

 

Landrat Dr. Olaf Gericke erkundigte sich am Montag vor Ort über den Beginn der Registrierung der ukrainischen Flüchtlinge, die sich um Kreis Warendorf aufhalten und suchte das Gespräch mit den geflüchteten Menschen.

 

„Wir können alle Ukrainer sehr effizient und schnell registrieren. Dabei hilft uns ein mobiles Team der Landesregierung, dass mit zusätzlichen Scannern und Erfassungssoftware zur Verfügung steht“, erklärte Dr. Gericke. „Wir haben uns um eines von fünf Teams bemüht und den Zuschlag erhalten. Das kommt auch den Flüchtlingen zu Gute, denn die Registrierung ist Voraussetzung für den Bezug der Grundsicherung“, so der Landrat weiter. Grundsicherung bedeutet Sozialleistungen, Krankenversorgung und Zugang zum Arbeitsmarkt. „Außerdem sollte der Staat jederzeit wissen, wer sich im Land aufhält. In diesem Bereich sind wir heute deutlich besser aufgestellt, als in der Vergangenheit“, fasste der Landrat zusammen.

 

Der Kreis Warendorf nimmt diese digitale Erfassung zentral in den Räumen des ehemaligen Impfzentrums in Ennigerloh vor – denn dort ist ausreichend Platz für Technik und Personal. Außerdem ist der Ort gut erreichbar und zentral im Kreis gelegen. Parkplätze stehen ebenfalls ausreichend zur Verfügung.

 

„Der Ausländerbehörde in Ahlen wurde nur ein Scanner vom Bund zur Verfügung gestellt. Damit bräuchten wir Monate, um alle Personen zu registrieren“, erklärt Carsten Schmedt, Leiter der Ausländerbehörde. „Mit den fünf Scannern und der zugehörigen Technik des Landes können wir alle Ukrainer in drei Wochen erfassen“, zeigt sich Schmedt zufrieden. Die Registrierungen werden montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr durchgeführt.

 

Außerdem fand direkt vor Ort eine Beratung durch Mitarbeiter des Jobcenters statt. Dabei wurden Anträge für Sozialleistungen ausgehändigt und erste Gespräche zur Vermittlung in Arbeitsverhältnisse geführt. So konnten die Ukrainer mehrere Behördengänge an einem Tag am gleichen Ort erledigen.




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