Erste Erfolge des Regionalprojektes „Ich lebe und arbeite in Ostbevern“ | Kreis Warendorf

Erste Erfolge des Regionalprojektes „Ich lebe und arbeite in Ostbevern“

Anfang Juni startete das Regionalprojekt „Ich lebe und arbeite in Ostbevern“, das gemeinsam vom Jobcenter Kreis Warendorf und der Gemeinde Ostbevern mit insgesamt 24 Teilnehmern und Teilnehmerinnen durchgeführt wird. Ziel ist es, motivierte arbeitssuchende Arbeitslosengeld II-Empfänger und -Empfängerinnen mit Unternehmen vor Ort zusammen zu bringen - auch unabhängig von den bisherigen Berufserfahrungen. So sollen Netzwerke geschaffen und gefestigt werden. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Projektes erarbeiten mit der Projektkoordinatorin Simone Grasemann vom Jobcenter berufliche Perspektiven unter dem Motto „Jeder bringt ganz viel mit!“. Parallel dazu wurden durch die Wirtschaftsförderung der Gemeinde Ostbevern und dem Arbeitgeberservice des Jobcenters Unternehmen in Ostbevern angesprochen, um diese bei Personalbedarf zu unterstützen.

 

Einer der Teilnehmer ist Christoph Olschewski. Im Juli wurde er durch Jobcenter auf die Stelle bei dem mobilen Hufschmied und Pferdeosteopathen Roman Eßer aus Ostbevern aufmerksam gemacht. Christoph Olschewski konnte sich diesen Arbeitsbereich sehr gut für sich vorstellen, obwohl er über keinerlei Vorkenntnisse in diesem Bereich verfügt. Um sich gegenseitig kennenzulernen und auch um einen tieferen Einblick in den Arbeitsbereich zu erhalten, absolvierte er zunächst ein Praktikum.

 

Während dieser Zeit wurde schnell klar, dass der Ostbeverner viel Freude an der Arbeit hat und sehr gut zum Familienbetrieb Eßer passt, so dass er kurze Zeit später seinen Arbeitsvertrag unterschreiben konnte.

Roman Eßer berichtet von seinem neuen Mitarbeiter: „Ohne Berührungsängste ist es ihm von Anfang an durch seine ruhige Art gelungen, einen guten Kontakt zu den Pferden herzustellen. Bei ihm gehen auch die Pferde mit, die sonst Probleme machen.“ Auch seine handwerklichen Vorkenntnisse aus früheren beruflichen Tätigkeiten konnte er sofort gut nutzen. Von Anfang an zeigte Christoph Olschewski viel Einsatz und erledigt auch Aufgaben außerhalb seines eigentlichen Arbeitsbereiches und seiner Arbeitszeit. 

 

Die Schmiede ist der Dreh- und Angelpunkt des Arbeitstages. Von hier aus starten die Arbeitstouren ins Münsterland und den Raum Osnabrück. Bei einem Betriebsbesuch der beiden Jobcentermitarbeiterinnen Simone Grasemann und Stephanie Döring führte Christoph Olschewski ihnen verschiedene Schmiedetechniken an einem mobilen Ofen vor. „Da sein Arbeitgeber einer von drei in NRW ansässigen staatlich geprüften Hufbeschlaglehrschmieden ist, herrschen hier die besten Voraussetzungen, um viel zu lernen“, waren sich die beiden Vermittlerinnen einig.

 

Der Plan ist, dass Christoph Olschewski neben den reinen Helfertätigkeiten auch einen eigenen Bereich übernehmen wird – so wird er bereits jetzt eigenverantwortlich für die Barhufpflege mit einem eigens neu dafür angeschafften zweiten Wagen eingesetzt. Sein Arbeitgeber hat ihn voll in den Betrieb eingebunden und finanziert ihm im November einen IHK-Vorbereitungslehrgang für angehende Hufschmiede in der staatlich anerkannten Lehrschmiede Niemerg in Münster. Dazu hat der Hufschmied bereits das nötige Werkzeug gekauft und bringt ihm erste Schmiedefertigkeiten bei.

 

Nach dem Vorbereitungslehrgang soll der Ostbeverner zwei Jahre Berufserfahrung im Schmiedegewerk sammeln. Danach kann er in einem viermonatigen Lehrgang das nötige Wissen für die staatliche Prüfung zum Hufschmied erwerben und im Rahmen einer Externenprüfung den IHK-Abschluss als anerkannter Hufschmied erlangen.

 

Arbeitgeber und Mitarbeiter sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Projektes. „Das Projekt hat mir sehr geholfen, ein neues berufliches Standbein zu finden“, lautet das Fazit von Christoph Olschewski.




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