Drei Wochen Lockdown Light: Landrat zieht Bilanz

Seit drei Wochen befindet sich auch der Kreis Warendorf im „Lockdown Light“. Zeit für Landrat Dr. Olaf Gericke, Bilanz zu ziehen.

 

„Die Maßnahmen der Bundesregierung haben den Anstieg der Fallzahlen zwar gebremst, aber leider keine Senkung bewirkt“, lautet das Fazit des Landrats. Insbesondere der Südkreis ist nach wie vor deutlich stärker betroffen als der Nordkreis. Die höchsten Infektionszahlen weisen nach wie vor Ahlen (299 akut Infizierte), Oelde (141 akut Infizierte) und Beckum (129 akut Infizierte) auf. „Wir können aber leider nicht immer einen Infektionsherd ausmachen, das macht es so unberechenbar“, berichtet Gericke weiter.

 

Unterdessen wird auch die Liste der betroffenen Einrichtungen immer länger. In vielen Kommunen sind oder waren inzwischen Schulen, Kitas oder Pflegeheime von Infektionsfällen betroffen. Hierbei handelt es sich jedoch meist um Einzelfälle. „Ich bin sehr froh, dass die Situation in den Gemeinschaftseinrichtungen bisher weitgehend unter Kontrolle ist. Allerdings musste in drei Einrichtungen in Ahlen, Wadersloh und Oelde ein Aufnahmestopp bzw. ein Besuchsverbot ausgesprochen werden, weil es dort Coronaausbrüche gegeben hatte. Das zeigt, dass wir alle wachsam bleiben müssen“, macht Gericke den Ernst der Lage deutlich. Besonders bedauerlich sei, dass seit Anfang November acht weitere Menschen aus dem Kreis Warendorf verstorben seien. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie 29 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus bekanntgeworden.

 

Unterdessen hat die Kreisverwaltung eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Gesundheitsdezernentin Brigitte Klausmeier eingerichtet, die den Aufbau eines Impfzentrums im Kreis Warendorf vorbereitet. „Unsere dringendste Aufgabe ist es jetzt, einen geeigneten Standort zu finden“, berichtet der Landrat. Entscheidend seien insbesondere eine gute Erreichbarkeit, geeignete Räumlichkeiten, Lagerräume, sanitäre Anlagen und Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. Auch der Sicherheitsaspekt spiele eine wichtige Rolle.

 

Enger Kontakt besteht bereits zwischen Kreis und der Kassenärztlichen Vereinigung, um den Einsatz von medizinischem Personal im Impfzentrum zu klären.

 

 




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