Erntekrone: Dank für Nahrung – aber auch für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit

Eine schöne Kulisse bot der Hof Strotmeier in Vohren für die Übergabe der Erntekrone an Landrat Dr. Olaf Gericke. Gemeinsam mit Ordnungsdezernentin Petra Schreier, Umweltdezernent Dr. Herbert Bleicher, Veterinäramtsleiter Dr. Andreas Witte sowie Martin Terwey als Amtsleiter Planung und Naturschutz wurde der Landrat in Vohren von zahlreichen Vertretern der Landwirtschaft empfangen. Die prächtige Erntekrone aus Weizenähren hatten in diesem Jahr Landwirte, Landfrauen und Landjugend aus Vohren gebunden. Die Übergabe unter freiem Himmel war ein würdiger Akt. 

 

„Wir sind der Landwirtschaft verbunden“, betonte der Landrat und erinnerte an das Bündnis für Artenschutz, dass bereits vor Beginn der Coronakrise ausgerufen worden sei. „In einer Zeit, in der während der Tönnies-Krise täglich über Tierhaltung diskutiert wurde, haben Kreis, Landwirtschaft und Naturschutz an einem Tisch gesessen und miteinander geredet. Nicht gegeneinander. Das zeichnet uns aus“, so Gericke.

 

Kreisverbandsvorsitzender Hermann-Josef Schulze-Zumloh ließ die Ernteergebnisse der vergangenen Jahre Revue passieren und ließ keinen Zweifel, dass der Klimawandel immer sichtbarer werde: „Früher hatten wir oft nasse Jahre, inzwischen eher trockene Jahre. Wir müssen uns anpassen. Dabei unterstützt uns die Kammer mit Untersuchungen und Forschungsarbeit.“ Zu den Wetterextremen kommen in diesem Jahr coronabedingt noch Marktveränderungen, etwa der Einbruch beim Rindfleischverzehr durch lange Schließungen von Gastronomie und Kantinen. Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen habe die Märkte zusätzlich verändert. „Permanent neue Verordnungen, wie das Kastenstandsurteil, und immer stärkere Umweltauflagen lasten auf der Landwirtschaft und haben im Berufsstand zu unterschiedlichen Reaktionen geführt, die zum Teil als Schlepperdemos sichtbar wurden. Etliche Betriebe denken ans Aufgeben. Diejenigen, die weitermachen, brauchen eine Zukunft“, so der Kreisverbandsvorsitzende. 

 

Gertrud Strotmeier, Hausherrin und Vorsitzende der Vohrener Landfrauen, bedauerte, dass auf dem Land schnelles Internet immer noch fehle. „Für den schulischen Bereich wünschen wir uns endlich mehr Wissensvermittlung zu Fragen der Ernährung und Natur.“ Der Landrat versprach: „Wir haben schon viel für berufliche Bildung getan. Wir stehen Gewehr bei Fuß.“

 

„Wir danken nicht nur für eine gute Ernte, sondern vor allem für ein Leben in Demokratie und in einem Rechtsstaat“, so Margret Möllmann, Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes. Auf Landesebene hatten die Landfrauen erst kürzlich den Einsatz für Demokratie und Toleranz auf ihre Agenda geschrieben. „Wir leben in Deutschland in Frieden und Freiheit. Das müssen wir für unsere Kinder bewahren. Und deshalb müssen wir rechtzeitig ‚Stopp‘ sagen, wenn das in Gefahr gerät“, so Möllmann.




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